Kommunistenführer Fausto Bertinotti gewählt
Berlusconi tritt zurück - Prodi-Kandidaten bestätigt

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi will am Dienstag zurücktreten. Dann werde er Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi aufsuchen und seinen Rücktritt einreichen, sagte Berlusconi am Samstag in Rom vor Journalisten.

HB ROM. Es gilt als sicher, dass Berlusconi die Amtsgeschäfte weiterführen wird, bis sein Nachfolger gewählt ist. Der Nachfolger, der designierte Regierungschef Romano Prodi ist auf dem Weg zur Macht einen Schritt weiter gekommen: Seine Kandidaten sind am Samstag zu Präsidenten der beiden Parlamentskammern gewählt worden. Angesichts der überaus schwierigen Wahl meldete der amtierende Ministerpräsident Silvio Berlusconi allerdings Zweifel an, ob Prodi die Regierung übernehmen kann. Vor allem die Wahl im Senat waren zeitweise von Streit über die korrekte Stimmenauszählung und schweren Tumulten überschattet. Der 73-jährige ehemalige Gewerkschafter Franco Marini erhielt bei der vierten Abstimmung am Samstag im Senat 165 Stimmen und erreichte damit die absolute Mehrheit, an der er am Freitag verfehlte. Sein Gegenkandidat war der langjährige Ministerpräsident Giulio Andreotti, er kam am Samstag auf 156 Stimmen.

Im Abgeordnetenhaus wurde der Kommunistenführer Fausto Bertinotti ebenfalls im vierten Anlauf zum Vorsitzenden gewählt. Er erhielt mit 337 Stimmen die erforderliche absolute Mehrheit. Nach der erfolgreichen Abstimmung widmete er seine Wahl „den Arbeitern und Arbeiterinnen in Italien“. Bertinotti ist Vorsitzender der Partei Rifondazione Comunista (Kommunistische Wiedergründung) und ein wichtiger Koalitionspartner Prodis. Bertinotti hatte bei den Wahlgängen keinen Gegenkandidaten.

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