Konferenz in Bagdad
Terror im Irak bedroht Nachbarn

In Bagdad hat die erste internationale Irak-Konferenz begonnen. Vertreter der USA wollen dabei gemeinsam mit dem Iran und Syrien nach einer Strategie gegen den Terror suchen. Zum Auftakt warnte Regierungschef Nuri al-Maliki vor einem terroristischen Flächenbrand in der Region.

HB BAGDAD / KAIRO. „Der gleiche Terror, der den Irak bedroht, ist auch eine Gefahr für die Nachbarstaaten und unsere anderen Partner“, sagte Al-Maliki in der irakischen Hauptstadt. Daher sei es auch im Interesse der Nachbarn, eine konstruktive Rolle bei der Suche nach einem Ausweg aus der Krise im Irak zu spielen. In Anspielung auf die Spannungen zwischen den USA und dem Iran sagte der irakische Ministerpräsident: „„Der Irak ist kein Ort, an dem Andere ihre offenen Rechnungen begleichen sollen.“ Washington wirft dem Iran und Syrien vor, Terrorgruppen und Milizen im Irak zu unterstützen. Teheran und Damaskus fordern einen Abzug der US-Truppen aus dem Irak.

Bei dem Treffen in Bagdad wollen Vertreter der USA gemeinsam mit dem Iran und Syrien nach einer Strategie gegen den Terror suchen. Die Konferenz fand im Gebäude des Außenministeriums statt und nicht, wie von irakischen Beobachtern zunächst erwartet, in der von irakischen und amerikanischen Soldaten abgeriegelten „Grünen Zone“ im Herzen der Hauptstadt. Für Gegner der US-Militärpräsenz im Irak ist die „Grüne Zone“ ein „Ort der Besatzung“, den sie nicht betreten. An der Konferenz nahmen neben den Vertretern der Nachbarstaaten auch Repräsentanten Ägyptens, der Arabischen Liga und der fünf ständigen Mitglieder des Weltsicherheitsrates teil.

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