Konferenz in Berlin beendet
Afghanistan erhält Geld und Unterstützung

Die internationale Staatengemeinschaft will Afghanistan mit finanziellen, politischen und militärischen Mitteln sowie einem verstärkten Kampf gegen Drogen weiter stabilisieren. Zum Abschluss der internationalen Afghanistan-Konferenz in Berlin sagten die Vertreter aus gut 50 Staaten am Donnerstag den weiteren Einsatz der internationalen Schutztruppe ISAF, die Entwaffnung regionaler Milizen und den Kampf gegen Drogen als gemeinsame Vorhaben zu.

HB BERLIN. HB BERLIN. Zudem wurde die am Mittwoch vereinbarte Zahlung von 8,2 Milliarden Dollar Aufbauhilfe in den nächsten drei Jahren und die bereits länger geplante Entsendung von fünf regionalen Wiederaufbauteams aus Soldaten und zivilen Helfern in Aussicht gestellt. Die Konferenz begrüßte die Ankündigung des afghanischen Übergangspräsidenten Hamid Karsai, im September Präsidentschafts- und Parlamentswahlen anzusetzen. Sie wertete die Hilfe für Afghanistan als Beitrag zum Kampf gegen Terror. In der „Berliner Erklärung“ der Konferenz heißt es: „Wir, die Teilnehmer der Berliner Afghanistan-Konferenz von 2004, sind entschlossen, die gemeinsamen Anstrengungen des afghanischen Volkes und der internationalen Gemeinschaft beim Wiederaufbau und der Reform der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Strukturen Afghanistans fortzusetzen.“ Bundesaußenminister Joschka Fischer zog eine positive Bilanz des Treffens. „Es zeigt die langfristige politische, materielle, aber auch moralische Verpflichtung der Staatengemeinschaft für Afghanistan.“ Karsai und Fischer sagten, die Stabilisierung sei ein Teil des Kampfes gegen Terrorismus. Die USA werfen den 2001 durch US-Angriffe gestürzten radikal-islamischen Taliban vor, sie hätten Extremisten der Organisation El Kaida unterstützt. US-Truppen suchen in Afghanistan weiterhin nach Extremisten. Afghanischen Bitten um Ausweitung des ISAF-Einsatzraums über Kabul hinaus haben die beteiligten Nationen unter Hinweis auf begrenzte Kapazitäten stets abgelehnt. Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer sagte im Deutschlandradio, die Allianz könne nicht im ganzen Land für Sicherheit sorgen. Karsai sagte, es sei noch unklar, welche zusätzliche Unterstützung etwa durch ISAF seine Regierung für die Wahlen erbitten werde.

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