Konferenz in Paris
USA sucht Verbündete gegen IS

Die USA schmieden eine Allianz gegen die Terrormiliz IS und finden zahlreiche Unterstützer. Welche Wege zur Bekämpfung des Terrors kann eine internationale Konferenz in Paris aufzeigen?
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Paris/LondonMit der Lage im Irak nach dem Vormarsch der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) befasst sich an diesem Montag (9.30 Uhr) eine internationale Konferenz in Paris. Am Samstag hatte die Miliz ein Video mit der Ermordung einer dritten westlichen Geisel, des Briten David Haines, im Internet veröffentlicht.

Auf Einladung von Frankreichs Präsident François Hollande und seines irakischen Amtskollegen Fuad Masum kommen Minister und Vertreter aus rund 20 Ländern in die französische Hauptstadt. Über die genaue Zusammensetzung der Runde und den Ablauf der Tagung gab es in Paris keine Angaben. So waren Frankreich und die USA angeblich uneins, ob ein Vertreter des Irans in der Runde dabei sein sollte. Für die USA hatte sich Außenminister John Kerry zuletzt „äußerst bestärkt“ gezeigt durch die Zusagen anderer Länder, die USA im Krieg gegen die IS-Terrormiliz militärisch zu unterstützen. Nach Angaben von US-Beamten sind mehrere arabische Staaten bereit, Luftangriffe gegen die Extremisten im Irak zu fliegen, berichteten US-Medien.

US-Präsident Barack Obama bezeichnete die Enthauptung entführter Geiseln als strategischen Fehler der Terrormiliz. In der Wut über diese Morde hätten sich die Amerikaner schnell für einen Militäreinsatz gegen die Extremisten ausgesprochen, zitierte die „New York Times“ den Präsidenten am Sonntag. Das Blatt berief sich dabei auf Teilnehmer eines Treffens, das schon am Mittwoch stattgefunden habe. Obama sagte demnach, dass er den Extremisten empfohlen hätte, die Geiseln am Leben zu lassen. Bei dem Treffen habe er auch klargestellt, dass er bereits vor dem Tod der enthaupteten US-Journalisten James Foley und Steven Sotloff dazu geneigt habe, auf die Gräueltaten des IS militärisch zu antworten.

Kerry fühlt sich „äußerst bestärkt“ durch die Zusagen anderer Länder, die USA im Krieg gegen die Terrormiliz militärisch zu unterstützen. Staaten inner- und außerhalb der Region seien bereit, sich militärisch an Schlägen zu beteiligen, sagte Kerry in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit CBS. Einige Länder hätten die Entsendung von Bodentruppen angeboten, was die USA jedoch ablehnten. Zudem seien einige Staaten in Abstimmung mit Washington zu Luftangriffen bereit. Eine Zusammenarbeit mit Syriens Präsident Baschar al-Assad schloss Kerry aus.

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  • Viele Isiskaempfer tragen noch ihre schutzsicheren Westen ,geschenkt von Westerwelle.
    Die Westwelt erntet die Fruechte ihrer Syrienpolitik
    Fuer den Syrienkrieg wurden viele Aufstaendische vom Westen trainiert,bewaffnet,finanziert,unterstuetzt mit Sanktionen gegen das legitime SyrienAssadRegime,mit Patriotraketen i/d Tuerkei beschuetzt.Jetzt hat die Gruppe ISIS die Ueberhand bekommen,nachdem viele Aufstaendische anderer Gruppen+europaeische Freiwillige ihr zugeflossen waren.Jetzt wird Terror verbreitet ueber mehrere NahOstLaender.Europa kommt spaeter dran.Der Syrienplan in USA entworfen,ueber Nato an die EU-NatoMinister verordnet,kostet der EU viele Milliarden von Euros,bringt umheimlich viel Leid+Menschenrechtsverletzungen in den betroffenen Laendern.Der EU-NobelFriedenspreis sollte zurueckgefordert werden+die EU-NatoMinister sofort entlassen.Nato in eine EU-Organisation veraendert,ohne Agressors wie USA

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