Konflikt im Gazastreifen
Raketenangriff auf Jerusalem

Der Konflikt im Gazastreifen spitzt sich weiter zu. In Jerusalem schlagen Bomben ein. UN-Chef Ban Ki Moon dringt vor dem Uno-Sicherheitsrat auf Waffenruhe in Nahost. Doch danach sieht es nicht aus.

Jerusalem/New YorkRadikale Palästinenser haben am Donnerstag erneut mit Raketen Jerusalem angegriffen. Am Nachmittag heulten in der ganzen Stadt Sirenen auf. Zwei Rauchsäulen waren am Himmel über der Innenstadt zu sehen. Das israelische Fernsehen meldete, das Abwehrsystem „Iron Dome“ habe ankommende Raketen abgefangen. Zunächst gab es keine Meldungen über Verletzte. Es war der zweite Raketenangriff auf Jerusalem seit der Zuspitzung der Gewalt zwischen Israel und den Palästinensern am Dienstag.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon drängt im wieder eskalierten Nahost-Konflikt zu einer Waffenruhe. „Es ist jetzt dringender als je zuvor, Gemeinsamkeiten zu finden, um zu Ruhe und einer Feuerpause zurückzukehren“, sagte Ban am Donnerstag in New York vor dem Uno-Sicherheitsrat.

Er verurteilte erneut die Gewalt beider Seiten und rief alle Beteiligten zu größtmöglicher Zurückhaltung auf. „Es ist inakzeptabel für die Zivilisten auf beiden Seiten, dass sie permanent in Angst vor dem nächsten Luftangriff leben müssen“, sagte Ban. „Es tut mir weh - und es sollte uns allen weh tun - dass wir dieselben Umstände wieder durchleben, die wir noch zu gut aus den beiden jüngsten Gaza-Kriegen kennen.“

Die israelischen Angriffe auf den Gazastreifen sind nach Armeeangaben intensiver als im letzten Gaza-Krieg im November 2012. Binnen 48 Stunden habe die Armee 750 Ziele angegriffen. Vor knapp zwei Jahren seien binnen acht Tagen 1450 Ziele angegriffen worden. Dann hatte Ägypten eine Waffenruhe vermittelt.

In der islamischen Welt stößt Israels Vorgehen auf starke Kritik. In New York kam am Donnerstag der UN-Sicherheitsrat auf Antrag islamischer Staaten zu einem Krisentreffen zusammen. Angesichts der dramatischen Lage öffnete Ägypten seinen Grenzübergang zum Gazastreifen für verwundete Palästinenser.

Die Zahl der Toten dürfte weiter steigen. Mehr als 560 Menschen wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums seit Beginn der Luftangriffe in der Nacht zum Dienstag verletzt. Unter den Opfern sind auch Frauen und Kinder.

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