Konflikt in der Ostukraine
Gefechte halten Donezk in Atem

Nach den Angriffen auf den Sportplatz in Donezk mit zivilen Opfern gehen die Kämpfe in der ostukrainischen Stadt weiter: Angeblich schießen Regierungstruppen scharf. Auch russische Behörden mischen sich ein.
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Donezk/ MoskauIm ostukrainischen Konfliktgebiet stehen Teile von Donezk nach Angaben der Stadtverwaltung weiter unter Artilleriebeschuss. Die prorussischen Separatisten beschuldigten am Donnerstag die Regierungstruppen, trotz vereinbarter Waffenruhe aus dem Vorort Awdejewka auf Stellungen der Aufständischen zu schießen. Auch im Lugansker Gebiet habe es Artilleriegefechte bei der Stadt Kirowsk gegeben, hieß es. Angaben zu möglichen Opfern gab es zunächst nicht. Das ukrainische Militär hatte stets betont, sich an die Waffenruhe zu halten - und nur bei Angriffen das Feuer zu erwidern.

Nach dem Tod von zwei Schülern auf einem Sportplatz in Donezk am Vortag gaben sich die Konfliktparteien gegenseitig die Schuld an der Tragödie. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International sprach nach dem Einschlag einer Granate von einem „Kriegsverbrechen“. Das ukrainische Außenministerium gab den Separatisten die Schuld.

In Russland eröffnete die nationale Ermittlungsbehörde nach dem Tod der Kinder ein Verfahren wegen Mordes. Es gebe Hinweise darauf, dass ukrainische Sicherheitskräfte den Befehl zum Beschuss des bewohnten Gebietes gegeben hätten, sagte Behördensprecher Wladimir Markin in Moskau. Die Separatisten setzten wegen der getöteten Kinder eine zweitägige Trauer an.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Konflikt in der Ostukraine: Gefechte halten Donezk in Atem"

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  • @ Herr walter danielis

    >> Die Südostukraine hat sich von Kiew gelöst. Wenn Putin grünes Licht gibt, wird es ganz schnell gehen.>>

    Das Grüner Licht wird nicht Putin geben. Das gibt diesmal das Russische Volk.

    Das hat es mit den Demos ( von Westmedien unterdrückt ) am 4. 11. 2014 deutlich signalisiert.

    Putin wird jetzt handeln müssen. Und das Handeln wird keine 2 Tage dauern....da liegt die Junta in Schutt und Asche !

  • Rußland muß und wird den Konflikt beenden. Ich denke bis zum Jahresende ist das meiste erledigt. Die Südostukraine hat sich von Kiew gelöst. Wenn Putin grünes Licht gibt, wird es ganz schnell gehen.

  • >> : Angeblich schießen Regierungstruppen scharf >>

    Was für ein höhnischer Satz : angeblich schiessen die Regierungstruppen scharf.....?

    Die Regierungstruppen sind eine Junta, die noch nie unscharf geschossen hat !

    Sie schiesst SCHARF mit Streubomben, Artillerie, ballistischen Raketen, Panzern, Minenwerfern, Jagdbombern, etc. auf ihre eigene Bevölkerung, schlachtet die Zivilisten ab, verkrüppelt sie, raubt der Zivilbevölkerung ihre Existenz durch Zerbomben der Infrastruktur, vertreibt Millionen Menschen aus ihren Häusern.

    Nur der verlogene Westen mit seinen verlogenen Schmierblättern sieht das nicht....will das nicht sehen und alimentiert die Junta noch mit Bezahlung der Gasrechnungen des Schurkenstaates mittels Steuergelder der EU-Bürger.

    Erbärmlich !

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