Konflikt in Ostukraine
Kiew startet neuen „Anti-Terror“-Einsatz

Der ukrainische Übergangspräsident Turtschinow hat eine Fortsetzung der Anti-Terror-Einsätze angekündigt. Und während die USA Truppen im Baltikum in Stellung bringen, beschießen Separatisten ein Flugzeug.
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KiewDas ukrainische Militär setzt seinen über Ostern unterbrochenen Einsatz im Osten des Landes fort. Der „Anti-Terror-Einsatz“ laufe in vollem Umfang wieder an, erklärte Übergangspräsident Alexander Turtschinow in Kiew. Dort wurde am Dienstag nach Angaben der Regierung über der von bewaffneten prorussischen Kräften kontrollierten Stadt Slawjansk ein Beobachtungsflugzeug der Armee beschossen. Das Flugzeug habe dennoch sicher landen können. Slawjansk ist eine der Hochburgen pro-russischer Separatisten. Die US-Regierung kündigte indes an, rund 600 Soldaten nach Polen, Litauen, Lettland und Estland zu schicken, um an Militärübungen teilzunehmen.

In mehreren Orten der Ostukraine halten moskautreue Separatisten Verwaltungsgebäude besetzt. Sie fordern einen föderalen Staat mit weitgehenden Autonomierechten für das russisch geprägte Gebiet. Die vom Westen unterstützte Regierung in Kiew geht mit militärischen Mitteln gegen die Separatisten vor, die aus ihrer Sicht massiv von Russland unterstützt werden.

Die beschossene ukrainische Maschine vom Typ Antonow AN-30 habe mehrere Einschüsse, aber niemand sei verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Kiew am Dienstagabend mit. Sie sei zu ihrem Militärstützpunkt zurückgekehrt und weiter einsatzbereit.

Pentagonsprecher John Kirby sagte am Dienstag in Washington, die im italienischen Vicenza stationierten Truppen sollten in Polen und den baltischen Staaten „in den nächsten Monaten und darüber hinaus“ an Übungen teilnehmen. Ziel sei eine „andauernde Präsenz“. Die je 150 Mann starken Kompanien sollen am (morgigen) Mittwoch in Polen und in den kommenden Tagen im Baltikum eintreffen und nach einem Monat ausgewechselt werden. Hintergrund sei auch der andauernde Konflikt in der Ukraine.

US-Vizepräsident Joe Biden betonte nach einem Treffen mit Übergangsregierungschef Arseni Jazenjuk in Kiew, die US-Regierung habe der Führung in Moskau deutlich gemacht, dass weitere Provokationen Folgen haben würden.

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Weitere US-Finanzhilfen in Vorbereitung

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  • Die Aussage von Vaclav Klaus , dass der Westen sich hätte besser nicht einmischen sollen ist völlig richtig. Nun hat Joe Biden der West Ukraine und den dortigen nicht gewählten Machthabern 50 Mill. Dollar zugesagt. Ein Tropfen auf den heissen Stein. Nach dem man Janukowitsch aus dem Land gejagt hat. Sind die Goldvorräte von der Ukraine in die USA gewandert, hat sich die CIA in Kiew bequem gemacht. Sind amerik. Söldner in der OSt Ukraine aufgetaucht, und die USA treffen mit den Polen die ersten Kriegsvorbereitungen gegen Russland. Was macht die EU und A. Merkel. Abwarten und Tee trinken. Weil es keine Alternative zum russ. Gas gibt und die Offerte der Amis eine glatte Lüge ist. Die EU hat sich in der Affäre nur lächerlich gemacht und wird von den Kontrahenten USA und Russland eh nicht mehr ernst genommen. Die Situation ist unübersichtlich und was die dortigen Journalisten angeht, können die ebenso für die CiA oder Mossad tätig sein. Wer weiss das schon, wenn dieser Jounalist zwei Pässe hat. Einen amerik. u. einen von Israel. Die ganze Situation ist unklar und wird bestimmt durch die Propaganda der Geheimdienste.

  • Sei den Anfängen des Maidan und die Einmischung der EU durch Klitschko ist die ganze Geschichte aus dem Ruder gelaufen. Heute sitzt der CIA in Kiew , das Gold ist bei der Fed und die Lage in der Ost Ukraine ist völlig unübersichtlich. Polen rüstet mit hilfe der USA auf und trifft Kriegsvorbereitungen. Hierbei will man sich vom russ. Gas abkoppeln und dies durch Fracking zum Schaden der Umwelt u. deren Bevölkerung umsetzen. Es spielt auch daher wohl keine Rolle, dass dieses Fracking Verfahren sich als Verlustreich herausgestellt hat. Die USA versprechen mit Obama u. Biden für die Russ. GAslieferungen schnelle Ersatzlieferung. Eine offensichtliche Lüge. Dazu ist die USA garnicht in der Lage. Die müssen selber noch importieren. Fazit: Der Fall der Ukraine ist gespickt mit Lügen, Halbwahrheiten und geheimdienstlicher Propaganda. Letztlich auf beiden Seiten.

  • Langsam wird es Zeit das wir in Deutschland ein Referendum starten wo wir uns gerne von "den bösen Russen" annektieren lassen....!
    Ich persönlich habe mit den 1 und 2 Weltkrieg nichts zu tun und trotzdem behandeln mich die US Administration als "Kriekgefahr das man Ausspionieren und Besetzen muss" !
    Da nehme ich doch lieber den Russen, da wird Kultur und Familie noch gefördert und Putin ist nicht Stalin und Russland wollte uns schon einen Friedensvertrag anbieten, was USA und GB eben nicht machen, unsere "angeblichen Freunde"..!
    Durch einen Schlaganfall kann ich nicht besser schreiben.

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