Konflikt mit Ruanda
Blutige Kämpfe in Ostkongo

Im Osten Kongos bekämpfen sich Armee und Hutu-Milizen weiter. Bei den jüngsten Gefechten sind mindestens 19 Zivilisten ums Leben gekommen.

HB KINSHASA/NAIROBI. Mehrere 1000 Menschen seien aus ihren Dörfern geflohen, berichtete der britische Sender BBC am Montag. Die UN Mission (MONUC) konnte die Zahl der Toten zunächst nicht bestätigen. Im Osten Kongos sind zahlreiche Milizen aktiv, unter ihnen die Interahamwe, die am Völkermord in Ruanda beteiligt waren und sich anschließend nach Kongo geflüchtet haben, wo sie die Bevölkerung terrorisieren.

Unterdessen hat sich der Konflikt zwischen Kongo und Ruanda wieder zugespitzt. Nachdem die MONUC am Wochenende erstmals die Präsenz ruandischer Soldaten in Kongo bestätigt hatte, warf die kongolesische Regierung dem Nachbarland den Bruch des Friedensabkommens vor. Demnach sollte Ruanda alle seine Truppen aus Kongo abziehen, und Kinshasa sollte im Gegenzug die Hutu-Milizen entwaffnen.

Nach Ansicht von Experten hat Ruanda ein doppeltes Interesse, seinen Einfluss in Kongo zu wahren: Zum einen befinden sich im Osten des Landes wertvolle Bodenschätze. Zum anderen fürchtet Ruanda, dass dort versteckte Völkermörder wieder nach Ruanda eindringen und gegen Tutsis vorgehen könnten.

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