Konflikt mit Russland Ukraine verdoppelt sein Militärbudget

Russland scheint zunehmend geneigt, einen Ausweg aus der Ukraine-Krise zu finden. Die Regierung drängt auf eine rasche Wiederaufnahme der Friedensgespräche. Unterdessen zieht die Ukraine 40.000 Wehrpflichtige ein.
Update: 12.12.2014 - 16:28 Uhr 15 Kommentare
Russlands Präsident Wladimir Putin: Moskau sieht die Chance für Frieden in der Ostukraine gegeben. Quelle: AFP

Russlands Präsident Wladimir Putin: Moskau sieht die Chance für Frieden in der Ostukraine gegeben.

(Foto: AFP)

MoskauRussland hat erneut eine rasche Wiederaufnahme der Gespräche über den Konflikt in der Ostukraine angemahnt. Mit der jetzt erreichten Feuerpause bestehe die Chance auf Frieden, zitierte die Nachrichtenagentur Tass am Freitag Außenminister Sergej Lawrow. Es gebe eine konstruktive Grundlage für den Wiederaufbau der Wirtschaft in der Region sowie für einen politischen Dialog, der zu einer Verfassungsreform führen könne. Bislang gibt es keinen Termin für neue Verhandlungen.

Die Gespräche zwischen Vertretern Russlands, der Ukraine, der Separatisten in der Ostukraine und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa sollen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk fortgesetzt werden. Dort hatten sich die Konfliktparteien Anfang September auf eine Waffenruhe und einen Zwölf-Punkte-Plan zur Beilegung des Konflikts geeinigt. In dem Konflikt sind seit Mitte April mehr als 4300 Menschen getötet worden. Russland steht an der Seite der Separatisten, bestreitet aber, sie mit Waffen und Kampftruppen zu unterstützen. Dies werfen westliche Staaten der Regierung in Moskau vor.

Inmitten des Konflikts im Osten des Landes hat die ukrainische Regierung mehr finanziellen Spielraum für die Armee und einen Ausbau der Truppen beschlossen. Am Freitag kündigte die Regierung in Kiew an, die Militärausgaben sollten mehr als verdoppelt werden. 2015 will die Armee überdies 40.000 Wehrpflichtige einziehen und 10.500 Berufssoldaten ausbilden. Die seit Dienstag geltende Waffenruhe in der Ostukraine schien trotz sporadischer Schüsse weitgehend zu halten.

Das Militärbudget werde im kommenden Jahr auf 50 Milliarden Hrywnja (2,4 Milliarden Euro) aufgestockt, sagte Verteidigungsminister Stepan Poltorak im Parlament. Die Truppenstärke soll demnach von derzeit 232.000 auf 250.000 Soldaten erhöht werden. 2013 gehörten der Armee nur 130.000 Soldaten an.

Am Dienstag war erneut eine Feuerpause in der Ostukraine in Kraft getreten, die sich zunächst jedoch als brüchig erwies. Am Freitag verkündete Präsident Petro Poroschenko zwar, die Waffenruhe werde inzwischen weitgehend eingehalten, die Armee meldete jedoch sporadische Schüsse. Binnen 24 Stunden seien beim Beschuss ukrainischer Stellungen mindestens zwei Zivilisten verletzt worden.

  • rtr
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15 Kommentare zu "Konflikt mit Russland: Ukraine verdoppelt sein Militärbudget"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Putin fordert Frieden in der Ostukraine
    -------------
    Da sollte er erst einmal bei den Separatisten anfangen.
    Die hören doch nicht auf mit ihren Beschuss auf den Donezker Flughafen. Auch haben sie bisher noch keine Waffenruhe eingehalten.
    Und Putin unterstützt sie immer noch mit (schweren) Waffen und Soldaten. Und wie ist das mit Mariupol?

  • "Binnen 24 Stunden seien beim Beschuss ukrainischer Stellungen mindestens zwei Zivilisten verletzt worden."

    Seltsam sowas...

  • Sehr treffend zusammengefasst Frau Buschmann.

  • @Herr shar wes: Geschichtskenntnisse scheinen sie nicht zu haben. Sowohl inhaltlich als auch was die Artikulation betrifft, ist Ihr Geist nicht "suvären".

  • @Herr shar wes: Scheint sie haben Probleme mit dem Lesen, und Denken. Erinnert irgendwie an die dumpen Faschos in Kiew, die von Obama nur wegen den Bodenschätzen und der Aufstellung von Raketen in der Ukraine geduldet werden. Für Sie einfach nochmal:
    "...Russland hat die Krim vom Schicksal des Donbas bewahrt, in dem es die Insel auf Bitte der Krimbewohner in die Föderation aufgenommen hat..."

  • Frau Anna Buschmann

    Sehr treffend analysiert und beschrieben.

  • @ Herr shar wes

    >> Wie stehen Sie denn zu dem Überfall auf die Krim und deren Annektion? >>

    Russland hat die Krim vom Schicksal des Donbas bewahrt, in dem es die Insel auf Bitte der Krimbewohner in die Föderation aufgenommen hat.

    Russland sollte auch die Anerkennung der Unabhängigkeit der Republiken DNR und LNR vollziehen, dass würde das weitere Morden an der Zivilbevölkerung verhindern.

  • Wie kann ein Land, dass praktisch pleite ist sein Militärbudget verdoppeln?

    Wer gibt diesem Land das Geld Krieg gegen die eigenen Leute zu führen.
    Die Menschen in der Ostukraine sind zwar russlandstämmig aber Ukrainer! Sie sind mit der neuen Regierung nicht einverstanden. Viele sind inzwischen geflohen, da sie keine andere Wahl hatten nach Russland. Frei nach dem Motto "besser rot als tot".
    Wer bezahlt also der ukrainischen Regierung das Geld um eigene Bürger zu töten und zu vertreiben?
    Wer unterstützt heutzutage die Vertreibung einer "Rasse"? Wem dient es?
    Russland hat davon keinen Nutzen.
    Jaja, die Krim. Die Krim ist vergleichbar mit Kuba - das eine wollte die USA nicht, das andere Russland nicht.
    Die gesamte Ukrainepolitik seit einigen Jahren, die Europa betreibt ist reine Provokation gen Russland. Es nutzt Europa nicht, sondern kostet Geld. Es nutzt aber den USA.
    Global betrachtet ist die Ukraine ein Fliegendreck. Komplett wertlos. Aber nützlich um Russland unter Druck zu setzen. Es ist halt wie im Kleinen. Wenn jemand mehr wert sein will als andere hat er die Möglichkeit mehr zu leisten oder die anderen klein zu machen. Die USA kann nicht mehr leisten also versucht sie andere klein zu machen um selbst groß zu erscheinen.

  • Herr shar wes,
    es ist die Art Ihresgleichen die Sch.... aufzusammeln, was
    Russland ausgeschissen hat.

    Russland hat all diesen Ländern, die nun nach "Rache"
    schreien die Freiheit geschenkt.
    USA hält Deutschland immer noch unter Besatzung? Oder fügt
    sich D freiwillig in diese Rolle??

    Und was suchen deutsche Soldaten in der Ukraine, nebst
    Waffen aus dem Westen??
    Und der Westen bezahlt diese Waffen und Soldaten, die gegen
    Ihre Landsleute kämpfen.

    Sie nehmen mit "Krim" etwas in den Mund wovon Sie aber auch gar NICHTS verstehen.
    MfG

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