Konflikt um Rohstoffe
Russland schickt Militär im Arktis-Streit

Russland will erstmals eine militärische Einheit und Geheimdienstleute in der Arktis stationieren. In einem Strategiepapier des Nationalen Sicherheitsrats heißt es, die Einsatzkräfte dienten dem aktiven Schutz der russischen Interessen in der Region.

HB MOSKAU. Die neuen Truppen sollten „die militärische Sicherheit unter verschiedenen militärisch-politischen Umständen“ garantieren, hieß es in dem Kreml-Papier. Zudem sollten die Grenztruppen in der Region gestärkt und ihre Ausrüstung modernisiert werden.

Bis 2011 sollten geologische Studien abgeschlossen sein, die den russischen Anspruch auf die Arktis belegen werden, hieß es weiter. Dann sollten auch die von Russland beanspruchten Grenzen der Polarregion international anerkannt werden. Bis zum Jahr 2020 solle die Arktis das „wichtigste strategische Rohstofffundament“ Russlands sein. Das Papier wurde bereits im September von Präsident Dmitri Medwedew unterzeichnet, aber erst jetzt den russischen Medien zugänglich gemacht.

Auch die USA, Kanada, Dänemark und Norwegen haben zuletzt verstärkt ihre Ansprüche in der Arktis angemeldet. In der Polarregion werden bis zu 25 Prozent der weltweiten Vorkommen an Öl, Gas und anderen Rohstoffen vermutet. Im Zuge der globalen Erwärmung könnten Vorkommen erschlossen werden, die bislang noch unter dem Eis verborgen sind.

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