Konfrontationskurs
Nordkorea droht mit Angriff ohne Vorwarnung

Während der Geburtstagsfeiern für den früheren nordkoreanischen Staatschef Kim Il Sung war das Regime auffällig ruhig. Doch nun droht Kim Jong Un erneut mit Angriffen auf Südkorea.
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SeoulNach Abschluss der Feiern zum 101. Geburtstag des „ewigen Präsidenten“ Kim Il Sung hat Nordkorea den Ton gegen Südkorea wieder deutlich verschärft. Das oberste Kommando der Volksarmee drohte am Dienstag mit „Vergeltungsaktion ohne Vorwarnung“. Grund seien anti-nordkoreanische Proteste in Seoul. Es handle sich um ein „Ultimatum an die südkoreanische Marionettenkräfte“, wurde das Kommando von den Staatsmedien zitiert. Falls Seoul einen Dialog wolle, müsse es sich für alle anti-nordkoreanischen Aktionen entschuldigen.

Die Drohung erfolgte nach einer Kundgebung in Seoul am Montag, bei denen Berichten südkoreanischer Medien zufolge Mitglieder konservativer Gruppen Porträts von Kim Il Sung, seines Sohns Kim Jong Il und des Enkels und derzeitigen Machthabers Kim Jong Un verbrannt hatten. Nordkorea hatte am selben Tag den Geburtstag Kim Il Sungs gefeiert. Es ist der höchste Nationalfeiertag des kommunistischen Landes.

US-Außenminister John Kerry hatte am Montag seine Asien-Reise nach Besuchen in Südkorea, China und Japan beendet. Dabei hatte er zusammen mit Japan trotz der andauernden Provokationen aus Pjöngjang die Verhandlungsbereitschaft seines Landes signalisiert.

Nordkorea fühlt sich durch solche häufig stattfindenden anti-nordkoreanischen Proteste im westlich orientierten Süden provoziert. Nordkoreas Truppenkommando unterstellte der südkoreanischen Regierung, die jüngste Kundgebung unterstützt zu haben. Es sei ein „krimineller Akt“ gewesen, der die „Würde der obersten Führung“ des Landes verletzt habe. Nach den Kriegsdrohungen in den vergangenen Wochen hatte Nordkorea den Geburtstag des als Staatsgründer verehrten Kim Il Sung ohne Säbelrasseln gefeiert. Auch hatte das Regime auf größere Paraden verzichtet.

Südkoreas Verteidigungsministerium hatte jedoch bekräftigt, dass man in Nordkorea weiter für den Start von einer oder zwei Mittelstreckenraketen gerüstet sei. Zunächst war angenommen worden, dass Pjöngjang die Raketentests noch vor oder am Geburtstag von Kim Il Sung unternehmen könnte, um Stärke zu demonstrieren. Auch bisher unerprobte Mittelstreckenraketen des Typs Musudan mit Reichweiten von schätzungsweise 3000 bis 4.000 Kilometern könnten abgeschossen werden, hieß es.

Die Lage in der Region gilt seit dem dritten nordkoreanischen Atomtest im Februar als extrem gespannt. Angesichts der Ausweitung von UN-Sanktionen und südkoreanisch-amerikanischen Militärübungen hatte Nordkorea den Waffenstillstandsvertrag von 1953 gekündigt.

Washington bleibe offen für „glaubwürdige und zuverlässige“ Verhandlungen, hatte US-Außenminister Kerry in einer Rede in Tokio gesagt. Zugleich forderte er Pjöngjang auf, „bedeutungsvolle Schritte“ hin zu einer Denuklearisierung zu unternehmen.

Der Konflikt mit Nordkorea wird Anfang des nächsten Monats auch ein Schwerpunkt eines geplanten Treffens zwischen US-Präsident Barack Obama und der südkoreanischen Präsidentin Park Geun Hye in Washington sein. Obama werde Park am 7. Mai empfangen, kündigte das Weiße Haus am Montag an. Neben der 60 Jahre bestehenden Partnerschaft der beiden Länder werde es um die Drohungen aus Nordkorea sowie die Zusammenarbeit bei der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel gehen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ja .... Ja .....
    Das wollen die Sozialisten in Korea schon seit dem 10 .April .
    Heute ist der 16. in Korea ist auch der bald vorbei .

    Schaut euch den Iran an , dort ist die größte Gefahr , nicht bei den Sozis in Korea , die haben nix zu essen , die können gar nicht Kämpfen !

  • Eine Frage wird nie beantwortet: Warum soll immer alles so verlaufen, wie die USA es wollen? Wenn die USA hopp sagen, müssen alle springen, sonst werden Sie vom US-Militär heimgesucht. So muß man es doch immer wieder vernehmen.
    Warum wird das Weltherrschaftstreben der USA in den Westmedien eigentlich stets positiv dargestellt und werden alle anderen, die sich dem Diktat Washingtons widersetzen, als "Regime" hingestellt, die von "Diktatoren" und "Irren" regiert werden?

    Übrigens: Die USA hatten seinerzeit im Korea-Krieg mit dem Einsatz von Atomwaffen gegen den Norden gedroht.
    Das ist also ok? Wenn jetzt der nordkoreanische Präsident
    im Gegenzug mit dem Einsatz von Atomwaffen gegen die USA droht, sollten diese einen Angriff wagen, ist es "von der Weltgemeinschaft" nicht hinnehmbar. Wieso eigentlich nicht? Wo ist da der Unterschied ?

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