Kongresswahlen in den USA
Amerikaner strafen Bush ab

Das Abgeordnetenhaus haben die Demokraten bei den US-Wahlen schon erobert, im Senat könnten sie auch noch die Mehrheit gewinnen. Die Botschaft scheint klar: die Amerikaner wollen einen Politikwechsel. Im Sonnenstaat Kalifornien jedoch schaffte es ein prominenter Republikaner, dem Denkzettel für seine Partei zu entgehen.

HB WASHINGTON. Bei den Kongresswahlen in den USA droht den Republikanern von US-Präsident George W. Bush nach dem Verlust des Abgeordnetenhauses auch eine Niederlage bei der Senatswahl. In den beiden noch hart umkämpften Bundesstaaten Montana und Virginia lagen am Mittwochmorgen demokratische Kandidaten knapp in Führung. Sollten die Demokraten beide Bundesstaaten gewinnen, hätten sie künftig auch eine Mehrheit im Senat.

Zuvor hatten die Demokraten nach zwölf Jahren bereits mit deutlichem Vorsprung das Abgeordnetenhaus zurückerobert. Bush äußerte sich nach Angaben des US-Senders CNN enttäuscht über den Verlust der Mehrheit im Abgeordnetenhaus. Der Präsident wollte am Mittwoch um 1900 MEZ eine Pressekonferenz geben

Der Gewinn des Repräsentantenhauses sorgt nach Angaben von politischen Kommentatoren für einen deutlichen Machtverlust des Weißen Hauses von Bush. Die Demokraten forderten noch in der Wahlnacht einen unverzüglichen Kurswechsel im Irak. „Wir müssen unseren Kurs im Irak verändern“, sagte der Fraktionsvorsitzende der Demokraten im Senat, Harry Reid, in Washington. Die neue gewählte demokratische Senatorin Claire McCaskill aus Missouri forderte die Entlassung von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld.

Im Repräsentantenhaus werden die Demokraten nach einer Prognose des US-Fernsehsenders NBC ihre Zahl der Mandate von 201 auf 232 ausbauen können. Bereits der Zugewinn von 15 Mandaten hätte für die Rückeroberung der Kammer ausgereicht. Die Republikaner werden künftig 202 Abgeordnete stellen. Bei der Kongresswahl wurden alle 435 Sitze im Abgeordnetenhaus neu vergeben. Mit der Demokratin Nancy Pelosi wird mit großer Wahrscheinlichkeit erstmals eine Frau Mehrheitsführerin im Repräsentantenhaus.

Bei der Senatswahl konnten die Demokraten (bisher 44 Mandate) vier zusätzliche Sitze in Pennsylvania, Rhode Island, Ohio und Missouri zugewinnen.

Seite 1:

Amerikaner strafen Bush ab

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%