Konjunktur
Inflationsrate in Italien überraschend gesunken

In Italien ist die Teuerungsrate überraschend gesunken. Die neuen Zahlen dürften die EZB in ihrer Absicht bestätigen: Zuletzt hatte sie deutliche Signale für eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik gegeben.
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RomIn Italien ist die Inflationsrate im Mai überraschend gesunken. Der für europäische Zwecke errechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex stieg zum Vorjahr um 0,4 Prozent, wie die Statistikbehörde Istat am Freitag in Rom nach einer ersten Schätzung mitteilte. Im April hatte die Inflationsrate noch bei 0,5 Prozent gelegen. Volkswirte hatten für Mai eine unveränderte Rate erwartet.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zuletzt deutliche Signale für eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik am kommenden Donnerstag gegeben. Die neuen Zahlen aus Italien dürften sie in ihrer Absicht bestätigen. Auch in Spanien war die Inflationsrate laut Zahlen vom Freitag im Mai mit 0,2 Prozent sehr niedrig. In der Eurozone insgesamt hatte die Inflationsrate im April bei 0,7 Prozent gelegen. Die EZB strebt hingegen eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Die Mai-Zahlen für die Eurozone insgesamt werden am kommenden Dienstag veröffentlicht.


dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Konjunktur: Inflationsrate in Italien überraschend gesunken"

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  • Ja, die EU verkommt immer zum Basar und zur Bananenrepublik. Da wird gefeilscht und betrogen und Spielregeln/Verträge oder volkswirtschaftliche Vernunft, die einem sagt, dass man Wohlstand nicht herbeidrucken kann, interessieren einen Dreck. Es ist ja offensichtlich, dass die Inflationszahlen gefälscht sind, um das EZB-Deflationsgespenst realer erscheinen zu lassen und so die von der Finanzindustrie zum Zocken und von korrupten Regierungen zum Vertuschen ihrer Fehleinschätzungen/-leistungen und zum Wählerstimmenkauf benötigten neuen Jetons in Form von ungedecktem Falschgeld, dass gegen die Statuten der EZB verstößt, zu ermöglichen. Die idelogisch-propagandistische Untermauerung des Irrsins liefern die Deflationsgespenstpropheten und ideologischen Steigbügelhalter in Form (vulgär-)ökonomischer quacksalberischer "Experten".

  • Was kann sicher Otto-Normal-Bürger dafür kaufen, wenn die Inflation für Konsumartikel wie Flachbildschirme negativ ist, aber Grundnahrungs-Lebensmittel und Mieten rasant steigen, so dass ein Arbeitnehmer mit normalem Einkommen in vielen europäischen Städten nicht mehr in der Innenstadt leben kann, sondern jeden Tag 3-4 Stunden zur Arbeit pendelt.

  • Die Zahlen sind mal wieder wie bestellt.
    Wen wundert das noch ?

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