Konjunktur
Obama macht Tempo bei Kriseneindämmung

Nach ihrer schwersten Krise seit Jahrzehnten zeigt die US-Wirtschaft nach Worten von Präsident Barack Obama Anzeichen einer StabilisierungAuch die Die Mehrheit der US-Ökonomen geht von einem baldigen Ende der Rezession in Amerika aus. Obama betonte aber, dass "noch eine Menge Arbeit vor uns liegt".

HB BEVERLY HILLS. „Man kann nun sicher sagen: Wir sind vom Abgrund zurückgetreten“, sagte Obama am späten Mittwochabend. „Es herrscht eine Ruhe, die es so vorher nicht gab.“ Einen Großteil der Erholung rechnete er seiner Regierung als Verdienst an. Diese habe in ihren ersten vier Monaten gleichviel oder mehr auf die Beine gestellt als die Regierung von Franklin Delano Roosevelt in den 1930ern. „Wir dürfen uns aber nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen, da noch eine Menge Arbeit vor uns liegt“, sagte Obama weiter. So seien noch größere Reformen in Bereichen wie der Regulierung der Finanzmärkte nötig.

100 Tage nach Unterzeichnung seines gigantischen Konjunkturpakets zog Obama eine positiven Zwischenbilanz. Das insgesamt 787 Mrd. Dollar (566 Mrd. Euro) schwere Programm zur Ankurbelung der Wirtschaft habe bislang fast 150 000 Jobs erhalten oder geschaffen, sagte er, wo er eine Anlage für Solarstrom besuchte. Die „Revolution der erneuerbaren Energien“ sei dabei eine der Pfeiler, auf der die Wirtschaft des Landes künftig ruhen solle, betonte der Präsident.

Obama hatte nur knapp vier Wochen nach seiner Amtsübernahme ist das größte Konjunkturprogramm in der Geschichte des Landes in Kraft gesetzt und damit sein erstes großes politisches Ziel erreicht. Das Paket soll alles in allem bis Ende nächsten Jahres 3,5 Mio. Arbeitsplätze erhalten oder schaffen.

Die republikanische Opposition hatte das Paket hingegen von Anfang an als Vergeudung von Steuergeldern bezeichnet, das wenig im Kampf gegen die schwerste Rezession seit Jahrzehnten bewirke. Am Mittwoch veröffentlichte die Partei eine eigene Studie, derzufolge „das Konjunkturprogramm nach 100 Tagen Verschwendung und Betrug produziert hat, aber keine Jobs“. Die Konservativen hatten sich für mehr Steuererleichterungen und weniger Investitionen stark gemacht.

Nach turbulenten Monaten deuteten zuletzt auch einige Konjunkturdaten auf eine Erholung der US-Wirtschaft hin. Doch noch immer gehen monatlich Hunderttausende Jobs verloren. Analysten befürchten, dass die US-Konjunktur noch mehrere Jahre lang unter der hohen Arbeitslosigkeit und unter einem schwachen Wachstum leiden wird.

Die Mehrheit der US-Ökonomen rechnet ebenfalls mit einer langsamen Erholung. Fast drei Viertel der Volkswirte rechnen mit einem Ende des Abschwungs im dritten Quartal, wie der US-Ökonomenverband Nabe am Mittwoch nach der Befragung von 45 Konjunkturbeobachtern erklärte.

„Die Volkswirte gehen davon aus, dass die Talsohle bald erreicht ist“, sagte Nabe-Präsident Chris Varvares. „Allerdings wird die Erholung wahrscheinlich moderater ausfallen als es normalerweise nach starken Einbrüchen“, fügte Varvares hinzu. Belastend wirken laut Nabe vor allem steigende Arbeitslosenzahlen und die eingebrochenen Häuserpreise.

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