Konservativer war rund zwei Jahre französischer Ministerpräsident
Villepin tritt ab

Kurz vor der Amtseinführung des künftigen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy ist Regierungschef Dominique de Villepin zusammen mit seinem Kabinett zurückgetreten.

HB PARIS. Präsident Jacques Chiracs Büro teilte am Dienstag mit, er habe den Rücktritt Villepins angenommen. Damit kann Sarkozy noch in dieser Woche ein neues Kabinett ernennen. Politischen Kreisen zufolge wird wohl der Neogaullist Francois Fillon neuer Regierungschef werden.

Der Irak-Krieg-Gegner und ehemalige Außenminister Villepin war rund zwei Jahre Ministerpräsident. Seine Regierungszeit war geprägt von Unruhen in den Vororten, in denen viele Menschen mit Migrationshintergrund leben. Zudem löste der konservative Politiker mit einem Gesetz zur Lockerung des Kündigungsschutzes von jungen Arbeitnehmern Massenproteste aus. Auch musste er sich in der so genannten Clearstream-Affäre gegen Vorwürfe verteidigen, er habe eine Schmutzkampagne gegen seinen Rivalen Sarkozy organisiert.

Allerdings kann Villepin auch zählbare Erfolge vorweisen: In seiner Amtszeit sank die Arbeitslosigkeit in Frankreich kontinuierlich und die Wirtschaft wuchs schneller. Villepin hat erklärt, dass er nach seinem Rücktritt wieder als Schriftsteller tätig sein könnte. Auch eine Rückkehr ins Außenministerium als Diplomat hat er als möglich bezeichnet.

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