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Kontrollinspekteure abgewiesen: Atombehörde beklagt Schikanen des Iran

Kooperation sieht anders aus: Die internationale Atomenergiebehörde beschwert sich über zunehmende Schwierigkeiten, ihre Kontrollfunktion im Iran auszufüllen. Teheran hat mehrfach Inspekteure abgewiesen, was zwar rechtens ist, die Arbeit aber nahezu unmöglich macht.

Das iranische Kernkraftwerk in Busher. Quelle: dpa
Das iranische Kernkraftwerk in Busher. Quelle: dpa

HB WIEN. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA hat zunehmend Schwierigkeiten bei der Überprüfung des umstrittenen iranischen Atomprogramms. Das geht aus einem Iran-Bericht der Behörde hervor, der am Montag in Wien vorgelegt wurde. Darin kritisieren die Atomwächter zusätzlich zu den bestehenden Problemen, dass der Iran in letzter Zeit wiederholt Atominspektoren abgewiesen habe. Diese hätten dann durch andere ersetzt werden müssen.

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Auch wenn der Iran dazu das Recht habe, erschwere solch ein Verhalten die Arbeit der IAEA, sagte ein mit den Untersuchungen vertrauter Diplomat in Wien. Es brauche Zeit, neue Experten in das Land zu schicken, und setze die Inspektoren in dem Land unter Druck.

In seinem Bericht kritisiert IAEA-Chef Yukiya Amano das islamische Land auch in anderen Bereichen wegen fehlender Kooperation mit der IAEA oder der Missachtung internationaler Verpflichtungen. Entgegen des Willens des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen reicherte das Land laut Bericht inzwischen 2803 Kilo Uran niedrig an. In weiterverarbeiteter Form würde das nach Einschätzung von Experten für knapp drei Atombomben reichen.

Viele Länder verdächtigen den Iran seit Jahren, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomenergie an Nuklearwaffen zu arbeiten. Das Land bestreitet die Vorwürfe und bekräftigt stets, sein Atomprogramm nur für die Stromgewinnung und zu medizinischen Forschungszwecken zu verfolgen. Erst diesen Sommer hatten der UN- Sicherheitsrat und die EU verschärfte Sanktionen beschlossen.

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