Koordinierungsbüro eröffnet
Zusammenarbeit bei der Terrorbekämpfung in Zentralasien

Bei der Bekämpfung des Terrorismus bauen Russland und China sowie die zentralasiatischen Staaten ihre Zusammenarbeit aus.

HB TASCHKENT. Die Präsidenten der Mitgliedsländer der Schanghaier Organisation für Kooperation (SCO) eröffneten am Donnerstag in der usbekischen Hauptstadt Taschkent ein Koordinierungsbüro für den Anti-Terror-Kampf. Auch gemeinsame Übungen von Polizei und Geheimdiensten der sechs Staaten wurden vereinbart.

Der russische Präsident Wladimir Putin forderte bei dem Treffen, „Sicherheitsgürtel zur Abwehr des Drogenhandels um Afghanistan zu legen“. Die SCO könne einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Lage in Afghanistan leisten, sagte er in Anwesenheit des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai. Ein Großteil afghanischer Drogen wird durch Zentralasien nach Russland und Westeuropa geschmuggelt.

China und seine Nachbarn in der früheren Sowjetunion, Russland, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisien sowie Usbekistan, hatten 1996 eine Zusammenarbeit vereinbart und 2001 offiziell die SCO gegründet. In allen Ländern der Region sind islamische Extremisten aktiv, die auch in Kontakt mit internationalen Terrornetzwerken wie El Kaida stehen.

Zuletzt hatten Ende März mutmaßliche Fundamentalisten in Usbekistan einen Aufstandsversuch gegen den autoritär regierenden Präsidenten Islam Karimow unternommen. Russland baut zur Sicherung seiner Südflanke gegen Terroristen Militärbasen in Kirgisien und Tadschikistan auf.

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