Kopenhagen
Obama sagt Klimagipfel-Teilnahme zu

Die beiden wichtigsten Akteure beim Weltklimagipfel in Kopenhagen bewegen sich: Ein US-Regierungssprecher sagte die persönliche Teilnahme von US-Präsident zu und China will sich für verbindliche Obergrenzen beim CO2-Ausstoß einsetzen. Allerdings überschatten den Klimagipfel neue schwere Vorwürfe.
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HB WASHINGTON/PEKING/KOPENHAGEN. Obama werde am 9. Dezember zwei Tage nach Beginn der Konferenz in die dänische Hauptstadt reisen, erklärte ein Präsidialamtssprecher am Mittwoch. Der US-Präsident werde allerdings nicht beim Abschluss des Gipfels, der bis zum 18. Dezember dauern soll, in der dänischen Hauptstadt dabei sein.

Das Zögern der USA bei eigenen Verpflichtungen auf weniger CO2-Emissionen gilt als entscheidender Grund dafür, dass für den Klimagipfel kein juristisch bindendes Abkommen mehr erwartet wird. Nach dänischen Angaben wollen über 60 Staats- und Regierungschefs persönlich an der Konferenz vom 7. bis 18. Dezember teilnehmen.

US-Medien hatten am Dienstag berichtet, die Regierung in Washington wolle vor dem Kopenhagener Klimagipfel erstmals Zahlen über die geplante Reduzierung der Treibhausgase vorlegen. Die „New York Times“ schrieb, Obama werde diese Zielvorgabe „in den kommenden Tagen“ bekanntgeben.

Die Teilnahme von US-Präsident Barack Obama ist für Uno-Klimachef Yvo de Boer „entscheidend“ für einen Erfolg des Weltklimagipfels in Kopenhagen. Alle Länder blickten auf die USA, sagte de Boer am Mittwoch in Bonn. In Kopenhagen müssten auch die USA endlich ihre nationalen Klimaschutzziele und konkrete Zahlen zur Treibhausgasreduzierung bis 2020 vorlegen. Alle anderen wichtigen Industrieländer hätten inzwischen solche Zahlen vorgelegt, nur die US-Regierung fehle noch. „Wir brauchen die USA.“ In Kopenhagen müssten Vereinbarungen zum Kampf gegen die Erderwärmung getroffen werden. „Es gibt keinen Plan B.“

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