Koran-Verbrennung: Weltweite Proteste lassen US-Pastor kalt

Koran-Verbrennung
Weltweite Proteste lassen US-Pastor kalt

In der US-Stadt Gainesville soll am 11. September der Koran brennen – mit dieser Form des „Gedenkens“ der Terroranschläge von 2001 sorgt Pastor Terry Jones weltweit für Entsetzen. Der lässt sich jedoch nicht aus der Reihe bringen, weder von UN, Nato, noch von Vertretern der großen Weltreligionen.
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HB WASHINGTON/ROM/BERLIN. Weltweit wächst die Empörung über die von einer kleinen Christengruppe in den USA geplante Koran-Verbrennung. Die Vereinten Nationen (UN) erklärten, ein solches Vorgehen wäre abscheulich. Das Vorhaben zum Jahrestag der Anschläge vom 11. September am Samstag sei unamerikanisch, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Washington. In den USA reagierten auch führende Geistliche, Prominente und das Militär mit scharfen Worten. Verteidigungsminister Robert Gates sagte, jede Koran-Verbrennung könne das Leben von Amerikanern gefährden. Bundeskanzlerin Angela Merkel verurteilte das Vorhaben am Mittwoch als „respektlos, sogar abstoßend und einfach falsch“. Der Initiator der Aktion, Pastor Terry Jones, hielt trotz der Kritik an seinem Vorhaben fest. Eine von Jones gegründete Gemeinde in Köln distanzierte sich von ihm.

Zwar räumte der Führer der radikalen Mini-Gemeinde in der Kleinstadt Gainesville in Florida ein, seine bizarre Aktion könne gewaltsame Übergriffe etwa auf US-Soldaten in Afghanistan provozieren. Dennoch meinte er im TV-Sender CBS ungerührt: „Wir sind entschlossen, es zu tun.“ Der Geistliche war lange Jahre auch in Köln tätig, dort will seine alte Gemeinde aber nichts mehr von ihm wissen. US-Außenministerin Hillary Clinton sprach am Dienstagabend in Washington von einem „respektlosen, schändlichen Akt“. Justizminister Eric Holder nannte das Vorhaben „idiotisch und gefährlich“.

Aus dem Vatikan hieß es: „Man kann die verwerflichen Gewalttaten (des 11. September) nicht damit heilen, dass man die heilige Schrift einer anderen Religion grob beleidigt“. Alle Religionen hätten ein Anrecht auf Respekt und Schutz, erklärte der Vatikanische Rat für Interreligiösen Dialog. Die Vereinten Nationen in Afghanistan warnten vor schweren Folgen.

Der Nato-Oberbefehlshaber David Petraeus und der afghanische Präsident Hamid Karsai haben am Mittwoch über die geplante Koranverbrennung durch eine Kirchengemeinde in Florida beraten. „Sie stimmen beide darin überein, dass die Verbrennung unser Bemühen in Afghanistan untergräbt und die Sicherheit der Koalitionstruppen sowie der Zivilbevölkerung gefährdet“, sagte der Sprecher der Streitkräfte, Erik Gunhus. Zudem hätten die afghanischen Sicherheitskräfte später das Problem, mit großen Demonstrationen fertig werden zu müssen.

Sollte die „abscheuliche Tat“ wirklich vollzogen werden, würde dies die Gegner von Frieden und Versöhnung am Hindukusch stärken, meinte der UN-Sondergesandte, Staffan de Mistura. Auch die Europäische Union kritisierte die geplante Aktion scharf. „Wir verurteilen energisch jeden derartigen Versuch“, sagte die Sprecherin der EU- Außenbeauftragten Catherine Ashton. Die EU respektiere alle Religionen.

Die Evangelische Kirche (EKD) sprach von einer „unerträglichen Provokation“. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, äußerte sich besorgt, „dass mit solchen intoleranten Angriffen das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen in vielen Teilen der Welt gefährdet wird“. Die Präsidentin des Zentralrates der Juden, Charlotte Knobloch, erinnerte an die Bücherverbrennungen der Nazis 1933. „Die Vorstellung ist schrecklich und abstoßend“, sagte sie in München.

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  • Tom, sehr gut recherchiert. Darüber sollten die Politiker und Kirchen nachdenken, bevor man wieder eine Hexenjagd eröffnet, wie bei Herrn Sarrazin.
    Danke

  • Wie alt ist Mr.Jones ?
    Muss er auf etwas Rücksicht nehmen ?
    ich glaube nicht.

    Und darum geht es !




    1. Moslems dürfen den Koran nicht anzweifeln (Koran 2:1)
    2. Es ist erlaubt Andersgläubige als Sexsklaven zu haben (Koran 4:23-25)
    3. Andersgläubige werden grundsätzlich für geschworene Feinde des islam gehalten. (4:101)
    4. Moslems dürfen keine Andersgläubige für Freunde haben (Koran 5:51)
    5. Es ist die heilige Aufgabe der Moslems, Andersgläubige zu töten. (Koran 9:5)
    6. Der einzige sichere, GARANTiERTE Weg, in den Himmel zu kommen, ist für ein Moslem, Andersgläubige zu töten. (Koran 9:111)
    7. Moslems müssen Andersgläubige TERRORiSiEREN. (Koran 8:12)
    8. Moslems müssen Andersgläubige belügen um den islam zu helfen und sie dürfen sich Andersgläubigen nicht anvertrauen. (Koran 3:28, 16:106)
    9. Andersgläubige müssen sich für eine dieser Möglichkeiten entscheiden: 1. sterben, 2. konvertieren, 3. Dhimmisteuer zahlen, damit sie am Leben gelassen werden (Koran 9:29).
    10. Andersgläubige sind böse Menschen, die keine Gnade verdienen. (Koran 98:6)
    11. Prügelstrafe für Frauen ist gerechtfertigt. (Koran 4:34)
    12. Die Kinderehe ist gerechtfertigt. (Koran 65:4)
    13. Vergewaltigung ist gerechtfertigt, wenn es weniger als 4 männliche Zeugen gibt (Koran 24:13)
    14. Raub und Diebstahl gegen Andersgläubige ist eine gute Tat.
    15. Mohammed heiratete 51-jährig die 6-jährige Aisha.
    16. Mohammed vollzog mit ihr die Ehe, als er 54 war, und sie 9.
    17. Nur Mohammed darf so viele Frauen heiraten, wie er will. Die anderen dürfen 4 Ehefrauen haben. (Koran 33:50).

    im Gegensatz zum christlichen alten Testament, dass durch das neue Testament ''reformiert'' wurde und Christen auffordert auch die Feinde zu lieben ist der Koran in dieser Form bis heute verbindlich für jeden Moslem.

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