Korea-Konflikt
Nordkoreas Nachbarn erhöhen die Alarmbereitschaft

Südkorea, Japan und die USA verstärken ihre militärische Aufklärung gegenüber Nordkorea. Es gebe Anzeichen, dass das kommunistische Land sehr bald eine Mittelstreckenrakete startet. Deutschland warnt vor Panikreaktionen.
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Berlin/SeoulIn Erwartung eines möglicherweise bevorstehenden nordkoreanischen Raketenstarts sind die Streitkräfte Südkoreas und der USA in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Wachsamkeitsstufe der gemeinsamen Streitkräfte sei erhöht worden, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul am Mittwoch mit. Nach Berichten südkoreanischer Medien verstärken beide Länder damit ihre militärische Aufklärung gegenüber Nordkorea.

Auch Japan ist auf der Hut. Es gelte der absolute Alarmzustand, sagte am Mittwoch in Tokio Verteidigungsminister Itsunori Onodera. Regierungschef Shinzo Abe versprach seinen Landsleuten: „Wir unternehmen die größtmöglichen Anstrengungen, um das Leben unseres Volkes zu schützen und seine Sicherheit zu garantieren.“

Südkorea und die USA vermuten, dass Nordkorea noch in dieser Woche eine Mittelstreckenrakete mit einer Reichweite von bis zu 4000 Kilometern von einer mobilen Startrampe von der Ostküste abfeuern wird. Ein solcher Schritte wäre eine deutliche Eskalation in der ohnehin stark angespannten Situation auf der koreanischen Halbinsel.

Das gemeinsame Kommando der amerikanisch-südkoreanischen Streitkräfte hob den Berichten zufolge das vierstufige Warnsystem „Watchcon“ für die Beobachtung militärischer Bewegungen in Nordkorea von Stufe drei auf zwei an. Die USA haben in Südkorea 28.500 Soldaten als Abschreckung gegen eine mögliche nordkoreanische Aggression stationiert.

Der Kommandeur der US-Streitkräfte im Pazifik, Admiral Samuel Locklear, hatte zuvor bestätigt, dass Nordkorea eine Mittelstreckenrakete des Typs „Musudan“ an die Ostküste des Landes verlegt habe. Die Rakete könnte theoretisch die US-Pazifikinsel Guam, jedoch nicht das amerikanische Festland treffen, sagte Locklear dem Streitkräfteausschuss des US-Senats in Washington.

Zudem bezeichnete Locklear den Test von Langstreckenraketen und Nuklearwaffen durch Nordkorea als unmittelbare Bedrohung. Es gehe davon eine „eindeutige und direkte Bedrohung für die nationale Sicherheit Amerikas sowie für Frieden und Stabilität in der gesamten Region“ aus, sagte Locklear laut dem Fernsehsender CNN.

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„Unberechenbarkeit ist aber äußerst problematisch“

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  • Das macht doch alles keinen Sinn!!!

    Warum sollte ein Diktator der im Luxus lebt sich mit den USA anlegen?

    Das wäre Selbstmord und das weiss auch Herr Kim Jong!

    Spätestens nach den Lügen über angebliche Chemiewaffen bei Saddam Hussein die es nie gab, wissen wir das wir nicht alles glauben sollten was uns die Medien verkaufen.

    Wer würde aus einem Krieg den größten Nutzen ziehen?

    Kim Jong?

    Wohl kaum!!

    Das weltweit verzinste Schuldgeldsystem mit dem die Menschheit versklavt wurde, befindet sich in seiner Schlussphase.

    Es finden sich kaum noch neue Schuldner die die Zinsen zahlen können. Das weiss auch Star-Investor Soros der deshalb von Kanzlerin Merkel Euro-Bonds verlangt.
    Die Südländer können die Zinsen nicht mehr aufbringen und die sollen dank Euro-Bond dann die Deutschen zahlen.
    Das ist aber keine Lösung sonder nur ein Zeitgewinn bis die Deutschen die wachsende Zinslast nicht mehr zahlen können, dann platzt das verzinste Schuldgeldsystem!

    Sollen wir vielleicht mit einem grossen Krieg mit einer möglichen Eskalation mit China und Russland vom eigentlichen Problem dem kollabierenden Schuldgeldsystem abgelenkt werden???

    Bitte nicht löschen, Herr/Frau Zensor danke

  • Experten vermuten, Experten sehen, Experten sagen - wenn die USA eingreifen, kriegen die chinesische Interkontinentalraketen vor den Latz. Xi hat sich diesbezüglich klar geäussert, China dulde keine Hegemonialbestrebungen vor der Haustür.
    Chinesen bringen ihr Anliegen mit einem Lächeln vor. Und sie wiederholen das nicht redundant, wie das in deutschen Kreisen üblich ist.
    Die angewiesenen Diplomaten scheinen das ganz ähnlich zu sehen, die bleiben in Nordkorea.
    Die Frage ist eine ganz andere, riskieren die USA einen Krieg in Anbetracht ihrer territorialen Bedrohung? China würde vor einem Schlag wohl sämtliche USA-Anleihen auf den Markt werfen, um Chaos zu stiften in der "Wertegemeinschafft".
    Die USA haben nur noch zwei Optionen, entweder den Krieg gegen China oder den Bürgerkrieg im Land. Denn Obamas Bemühungen, den Bürgerkrieg präventiv einzudämmen, sind ja ganz augenscheinlich.

    Krieg mit China, in den sicher auch Russland eingreifen würde, oder Zerfall der USA. Das sind die Alternativen. Wohin sollten die Diplomaten also gehen?


  • Westerwelle würde wahrscheinlich auch davor warnen eine Rakete, die im Anflug auf Südkorea ist, abzuschiessen.
    Nordkorea könnte sich dadurch provoziert fühlen.

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