Korea-Konflikt
Südkoreas Militär droht Norden mit „tausendfacher“ Vergeltung

Die Stimmung zwischen Nord- und Südkorea wird zusehends aggressiver. Bei der Trauerfeier für zwei getöte Soldaten kündigte der Kommandeur der südkoreanischen Streitkräfte an, um jeden Preis zurückzuschlagen. Die Regierung in Pjöngjang zeigt sich uneinsichtig – und schlägt verbal zurück.
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HB SEOUL. Auch mehrere Tage nach dem nordkoreanischen Beschuss einer südkoreanischen Insel ist keine Entspannung der Lage in Sicht. Die südkoreanischen Streitkräfte drohten am Samstag mit Vergeltung für die beiden Soldaten, die neben zwei Zivilisten am Dienstag getötet wurden. Auch der neue Verteidigungsminister des Landes kündigte einem Zeitungsbericht zufolge ein hartes Vorgehen gegen das kommunistische Nachbarland an. Medien zufolge plant die Regierung in Seoul eine Aufstockung des Verteidigungsausgaben im kommenden Jahr.

Der Kommandeur der Marineinfanterie, Yoo Nak Joon, kündigte in Seoul bei einer Trauerfeier für die beiden getöteten Soldaten „tausendfache“ Vergeltung an. Alle Marineinfanteristen würden den Tod der beiden um jeden Preis rächen. „Wir werden uns mit all unserer Wut und all unserem Hass bei Nordkorea rächen.“

Auch der neue südkoreanische Verteidigungsminister Kim Kwan Jin sprach sich einem Zeitungsbericht zufolge für ein härteres Vorgehen gegen Nordkorea aus. „Wir müssen auf Provokationen Nordkoreas scharf reagieren“, zitierte die Zeitung „Chosun Ilbo“ den Minister in einer Rede vor Mitarbeitern des koreanischen Präsidenten. Man müsse mit vielfacher Härte zurückschlagen. Der bisherige Verteidigungsminister war wegen des Beschusses zurückgetreten.

Die Regierung in Pjöngjang drohte abermals mit Vergeltung, sollte nordkoreanisches Gebiet verletzt werden. Dann würde die Hochburg der Feinde in eine See von Feuer verwandet, hieß es auf der staatlichen Website Uriminzokkiri.

Pjöngjang zeigte sich uneinsichtig: Südkorea habe Zivilisten als menschliche Schutzschilde missbraucht, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA. Die Regierung in Seoul müsse deshalb für den Tod von vier Menschen verantwortlich gemacht werden. Es sei bedauerlich, dass der Süden die Todesfälle als Teil seiner Propaganda benutze, hieß es weiter.

Die beiden Soldaten waren bei einem nordkoreanischen Artillerieangriff auf die südkoreanische Insel Yeonpyeong an diesem Dienstag getötet worden, bei dem auch zwei Bauarbeiter ums Leben kamen. 18 weitere Menschen wurden verletzt.

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  • Es sind die Kommunisten die die Welt in den Abgrund reißen Das ist nun schon der Zweite angriff der Kommunistischen Koreaner auf die freie Welt,und zum zweiten mal wird von Südkoreanischer Seite still gehalten .
    Der Sozialismus und der Kommunismus sind die ,die in der Welt Streitigkeiten stiften.
    Die Deutsche Geschichte hat es uns schon vor 70 Jahren bewiesen ,Der Nationalsozialismus ,dann der Realsozialismus unter Honecker und co und keiner hat daraus gelernt !
    Wer solche Nachbarn hat,braucht keine Feinde .
    Wir sollten diese Gesellschaftsordnung ächten ,keine Verbindungen mit diesen Ländern suchen , denn wie wir sehen bringen sie nur den Tod !
    Recht hat der Süden wenn sie sich das nicht mehr lange ansehen , und Reagieren !

  • @Plebs: stimme zu dass es wohl eher eine Erloesung fuer die Leute in N-Korea waere wenn endlich der idiotische selbst-verliebte Kim-ill (was ja "krank" heisst, Nomen est Omen) und seine Sippe dahin geschickt wird wo sie hingehoeren. Aber der ewige Vgl. mit Nazi-DE ist nun doch unangebracht - die Situationen kann man kaum vergleichen und das sog. 3.Reich war auch kein Familienunternehmen. Wenn Sie und ich damals gelebt haetten, haetten wir hoechstwahrscheinlich genau mitgemacht - die Propaganda war so stark das sich dem wohl kaum jd. entziehen konnte. Deshalb sollte man heute ganz genau hinhoeren wenn Propaganda-Toene angeschlagen werden ! Und das kommt in 1.Linie vom Welt-Terroristen USA !

    Wenn ich die Wahl haette in USA oder in N-Korea zu leben, ich wuerde vermutlich immer noch N-Korea vorziehen - da weiss man wenigstens woran man ist.

  • Guten Tag,... Ein guter Schuss aus einer Cheytac M 400 und das Problem mit diesem stotternden idioten ist geloest. ( Falls er ueberhaupt noch vegetiert;.... wenn nicht,.... dann halt sein Sohn ) Haetten diese Schweine eine Grenze mit israel, waere dort wo jetzt Nortkorea ist nur noch eine riesige Pfuetze. Es gibt Dinge die sind nicht im Guten zu bereinigen. besten Dank

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