Korea-Konflikt: USA verschieben Raketentest

Korea-Konflikt
USA verschieben Raketentest

Wegen der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hat die US-Regierung einen für kommende Woche geplanten Raketentest vorerst auf Eis gelegt. Derweil warnt Südkorea den Norden mit drastischen Worten vor einem Angriff.

Washington/SeoulDie US-Regierung bemüht sich um eine Beruhigung des eskalierten Konflikts mit Nordkorea. Das Verteidigungsministerium in Washington verschob am Samstag den für kommende Woche geplanten Test einer Interkontinentalrakete auf einer Armeebasis in Kalifornien.

Aus Sorge, die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel zu verschärfen, habe Minister Chuck Hagel, den lange geplanten Flug der Rakete vom Typ „Minuteman 3“ auf Mai zu verschieben - aus Sorge, die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel zu verschärfen, hieß es aus Militärkreisen. Die USA verfügen über rund 450 Interkontinentalraketen vom Typ „Minuteman 3“ mit Atomsprengköpfen, die in unterirdischen Silos lagern.

Der Raketentest stand in keinem Zusammenhang mit dem derzeit laufenden jährlichen Großmanöver amerikanischer und südkoreanischer Soldaten in der Krisenregion, das die kommunistische Führung Nordkoreas zuletzt scharf kritisiert hatte. An der wochenlangen Übung nehmen bis zum Monatsende auch US-Kriegsschiffe, Langstreckenbomber und Kampfjets mit Tarnkappenfunktion teil. Die USA haben 28.500 Soldaten in Südkorea stationiert.

Südkorea hingegen drohte dem kommunistischen Regime in Pjöngjang am Sonntag im Falle eines Angriffs mit schwerer Vergeltung. „Wenn ein lokaler Krieg ausbricht, muss Nordkorea mit schwerer Vergeltung rechnen“, sagte der Chef des Nationalen Sicherheitsrates, Kim Jang Soo, laut Nachrichtenagentur Yonhap. Derzeit gebe es indes keine Anzeichen für einen unmittelbar bevorstehenden Angriff.

Südkorea geht nach den Worten Kims davon aus, dass Nordkorea ehestens an diesem Mittwoch eine Rakete starten könnte. Darauf deute die Kriegsrhetorik des Regimes hin. Jüngst hatte in Pjöngjang die Botschafter mehrerer Länder vor möglichen Gefahren gewarnt. Nach Angaben Großbritanniens teilte Nordkorea mit, „im Falle eines Konflikts nach dem 10. April“ - also Mittwoch - die Sicherheit ausländischer Diplomaten nicht mehr sicherstellen zu können.

Pjöngjang hatte den USA und Südkorea mit Atomschlägen gedroht, den „Kriegszustand“ erklärt und auch mindestens eine Rakete an seine Ostküste verlegt - wahrscheinlich eine noch nicht fertig getestete Rakete vom Typ „Musudan“ mit einer Reichweite von rund 2800 Kilometern. Nordkorea hatte Mitte Februar seinen dritten unterirdischen Atomtest durchgeführt, was verschärfte Sanktionen der Vereinten Nationen nach sich zog.

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