Korrespondent in Haft
„Washington Post“ nennt iranisches Urteil „verachtenswert“

Jason Rezaian, Iran-Korrespondent der „Washington Post“ sitzt seit einem Jahr in einem iranischen Gefängnis. Ihm wird Spionage vorgeworfen. Nun hat ein Gericht ein Urteil gesprochen. Zu den Details ist nichts bekannt.

WashingtonDie „Washington Post“ protestiert scharf gegen das Urteil, das der Iran über ihren Reporter Jason Rezaian gefällt hat. In einer Stellungnahme der Zeitung nannte Chefredakteur Martin Baron den Spruch am Montag eine „unerhörte Ungerechtigkeit“ und „verachtenswert“.

Dem Iran-Korrespondenten der „Washington Post“ werden Spionage für die USA und Propaganda vorgeworfen.

Der Iran habe sich im gesamten Verfahren skrupellos gezeigt, sagte Baron. Die Entscheidung, in einem Geheimverfahren einen unschuldigen Journalisten ohne Beweise schwerster Verbrechen zu beschuldigen, sei durch nichts zu rechtfertigen.

Rezaian ist seit über einem Jahr im Iran inhaftiert. Am Sonntag gab der Generalstaatsanwalt bekannt, dass ein Urteil gefällt worden sei. Bis zu dessen Rechtskräftigkeit solle es aber keine Details geben, sagte er nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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