Korruption
Karsai will in Afghanistan ausmisten

Der internationale Druck trägt womöglich Früchte: Hamid Karsai sagt der Korruption in Afghanistan erneut den Kampf an. Diesmal soll es eine Sondereinheit richten, die gegen Betrug und andere schwere Straftaten vorgeht.
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HB KABUL. Afghanistan richtet wie von den USA gefordert eine Sondereinheit zur Korruptionsbekämpfung ein. Die beim Generalstaatsanwalt angesiedelten Ermittler sollten gegen Bestechungsfälle bei hochrangigen Behördenmitarbeitern und gegen andere schwere Straftaten vorgehen, teilte das afghanische Innenministerium am Montag mit. „Präsident Hamid Karsai widmet nach seiner Wiederwahl die nächsten fünf Jahre dem Kampf gegen die Korruption“, sagte Innenminister Hanif Atmar in Kabul bei einer Pressekonferenz mit den Botschaftern der USA und Großbritanniens.

Karsai soll am Dienstag vereidigt werden. Die Korruptionsermittler sollen den Angaben nach von EU-Polizeiausbildern sowie britischen und amerikanischen Experten geschult werden. Die Kandidaten sollten im Zuge des Auswahlverfahrens auch Lügendetektor-Tests unterzogen werden. US-Außenministerin Hillary Clinton hatte am Wochenende unverblümt eine bessere Arbeit der afghanischen Regierung und nachweisliche Bemühungen zur Korruptionsbekämpfung verlangt.

Auch die Bundesregierung machte diese Erwartung zuletzt deutlich. „Gegen Korruption muss gehandelt werden“, betonte US-Botschafter Karl Eikenberry bei der Pressekonferenz mit Minister Atmar. „Worte sind billig. Nötig sind Taten“, sagte der Diplomat.

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  • ich lach mich weg,wenn ich diesen Artikel lese.
    Karsai selbst hängt selbst mit dessen bruder im Drogenhandel und Korruption mit drin,und das ist ein Fakt,der nicht von der Hand zu weisen ist.Und unsere Etablierten Polinieten muss man leider hier mal sagen,finanzieren den achja,Wideraufbau heißt das,mit deutschen Steuergeldern.Und sowas sind dann noch unsere Politiker,zum Teufel mit denen Alle!!!

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