Korruptionsverdacht
Südkoreas Ex-Präsident stürzt in den Tod

Der unter Korruptionsverdacht geratene frühere südkoreanische Präsident Roh Moo Hyun hat sich offenbar das Leben genommen. Nach Angaben seines Sprechers Moon Jae In, stürzte er sich im Süden des Landes von einem Felsen in einen Abgrund.

HB SEOUL. Der 62-Jährige sei am Morgen beim Bergwandern nahe seinem Hauses im Süden des Landes von einem Felsen in einen Abgrund gesprungen, sagte Moon Jae In, der Rohs früherer Stabschef im Präsidialamt war, am Samstag im Fernsehen. Er habe einen Abschiedsbrief hinterlassen. Roh war bis Ende 2008 fünf Jahre lang Präsident des asiatischen Landes. Die Polizei leitete eine Untersuchung der genauen Umstände seines Todes ein.

In dem Abschiedsbrief an die Familie habe Roh von einer harten Zeit gesprochen, die er durchgemacht habe, berichteten verschiedene Sender. „Der Schmerz, den ich so vielen Menschen bereitet habe, ist zu groß“, wurde er zitiert.

Ein Begleiter, der zusammen mit Roh auf der Bergtour unterwegs gewesen sein soll, äußerte sich zunächst nicht zu den Umständen des Todesfalls. Roh starb an den Folgen schwerer Kopfverletzungen in der Notfallaufnahme der Universitätsklinik in der südöstlichen Küstenstadt Pusan. Rohs Amtsnachfolger Lee Myung Bak äußerte sich bestürzt und sprach von einem „traurigen und tragischen“ Vorfall.

Der Ex-Staatschef, der die Annäherungspolitik seines Vorgängers Kim Dae Jung gegenüber dem kommunistischen Nordkorea fortgesetzt hatte, war Ende April im Zuge von Korruptionsermittlungen von der Staatsanwaltschaft vernommen worden. Roh hatte die meisten Vorwürfe zurückgewiesen.

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