Korruptionsvorwürfe
Pekinger Vizebürgermeister entlassen

Einer der Vizebürgermeister der chinesischen Hauptstadt Peking ist überraschend wegen Korruption seines Amtes enthoben worden. Er war unter anderem für Bauarbeiten für die Olympischen Sommerspiele 2008 verantwortlich.

HB PEKING. Die gegen Liu Zhihua erhobenen Vorwürfe, zu denen auch Zügellosigkeit gehöre, seien schwerwiegend, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Seine Verfehlungen hätten einen „schädlichen sozialen Einfluss“. Der Fall werde nun der Regierung und der Antikorruptionsbehörde der Kommunistischen Partei übergeben. Ein Regierungsvertreter ergänzte, dass der 57 Jahre alte Liu aufgefordert wurde, ein Geständnis abzulegen. Nähere Einzelheiten zu den Vorwürfen gegen Liu und seiner Entlassung wurden nicht genannt.

Noch am Donnerstag hatten die offiziellen Medien seine Ernennung zum Leiter eines Sportkomitees bekanntgegeben. Er war einer von neun Vizebürgermeistern in der schnell wachsenden Stadt mit 15 Millionen Einwohnern und unter anderem für Baumaßnahmen für die Olympischen Spiele 2008 verantwortlich.

China hat sich ein scharfes Vorgehen gegen Korruption auf die Fahnen geschrieben. Die Führung ist in der Vergangenheit wiederholt gegen Korruption im öffentlichen Dienst und unter Funktionären vorgegangen, ranghohe Beamte wie Liu waren jedoch selten betroffen. Nach Angaben von Xinhua sind im vergangenen Jahr fast 115 000 Mitglieder der kommunistischen Partei wegen Bestechlichkeit und anderer Vergehen bestraft worden, das sind fast zwei Prozent aller Mitglieder.

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