Kosovo-Anerkennung
Belgrad zieht Botschafter ab

Die politischen Differenzen über die Unabhängigkeit des Kosovo verschärfen sich. Als direkte Reaktion auf die Anerkennung des Staates durch die USA, Frankreich und die Türkei, hat Serbien seine Landesvetreter aus diesen Ländern zurück beordert.

HB BELGRAD. Als Reaktion auf die diplomatische Anerkennung der staatlichen Selbstständigkeit des Kosovos hat Serbien seine Botschafter aus den USA, Frankreich und der Türkei zurückgerufen. Die Diplomaten müssten innerhalb von 48 Stunden „zur Berichterstattung“ in ihre Heimat zurückkehren, sagte der serbische Außenminister Vuk Jeremic am Montagabend in Belgrad. Die drei Länder hatten ebenso wie Albanien als erste das Kosovo als neuen Staat anerkannt. Zahlreiche weitere EU-Staaten haben die Anerkennung für die kommenden Tage angekündigt.

In einer Sondersitzung des Parlaments in Belgrad warf Regierungschef Vojislav Kostunica den USA vor, mit der Anerkennung ihr „Gewaltgesicht“ gezeigt zu haben. Sein Land werde mit allen Ländern, die das Kosovo anerkennen sollten, gleich verfahren. Mit überwältigender Mehrheit stimmten die Abgeordneten am Abend dafür, die am Vortag ausgerufene Unabhängigkeit Kosovos für null und nichtig zu erklären.

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