Kosovo-Konflikt
Serbien weist Merkels Forderungen zurück

Serbien lehnt Merkels Vorschlag ab, sich aus dem Nordkosovo zurückzuziehen. Ein Nachgeben des Landes ist neben den Reformvorhaben die entscheidende Bedingung für eine Annährung an die EU.
  • 9

BelgradDas offizielle Serbien hat die Forderung der Bundeskanzlerin Angela Merkel, es solle sich im Kosovo-Konflikt zurückziehen, ohne wenn und aber abgelehnt. „Die serbischen Institutionen sind für die Serben im Kosovo unverzichtbar“, sagte der in der serbischen Regierung für das Kosovo zuständige Minister, Goran Bogdanovic, am Mittwoch der Nachrichtenagentur Beta in Belgrad: „Wir können sie weder aufgeben noch auflösen.“ Merkels Forderung sei „absolut und vollständig unannehmbar“.

Merkel hatte am Vortag dem serbischen Staatspräsidenten Boris Tadic klargemacht, dass sich sein Land aus dem Nordkosovo mit seiner kompakten serbischen Bevölkerung zurückziehen müsse. Im Gegenzug müsse der albanisch bestimmten Zentralregierung in Pristina die Ausweitung ihres Einflussbereichs in dieser Region ermöglicht werden. Ein Nachgeben Serbiens im Kosovo sei neben den Reformvorhaben die entscheidende Bedingung für die weitere Annäherung des Landes an die EU.

Serbien finanziert mit deutlich über 200 Millionen Euro im Jahr seine Landsleute in Nordkosovo, wo die Regierung in Pristina nichts zu sagen hat. Die Kommunalverwaltungen, die Polizei, das Gesundheits- und das Bildungssystem werden dort von Belgrad kontrolliert.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Kosovo-Konflikt: Serbien weist Merkels Forderungen zurück"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Bogdanovic hat auch gesagt das wenn Serbien diese Institutionen aufgeben würde das zu die allmähliche Austreibung der dort lebende Serben führen könnte. Schade das dieses wesentlicher Bestandteil der Geschichte nicht nennen. Es gibt schon mehr wie 200,000 ausgetrieben Minderheiten die wahrscheinlich nie nach Kosovo zurückkehren können. Das sollte genügen.

  • Vor einige Monate hat Amnesty International Deutschland gewarnt kein Roma Flüchtlinge nach Kosovo ab zu schieben weil die Zustand dort zu schlecht sei mit zuviel Diskriminierung. Jetzt - statt Druck auf die Albaner aus zu üben um die Situation ihrer Minderheiten zu verbessern - übt Sie Druck aus auf Belgrad um die Serben Kosovos in die gleiche sehr slechte Situation zu bringen ide wahrscheinlich zu ihr allmähliche Austreibung führen wird.

  • wenn man als serbe im kosovo von "kosovoalbanern", die nach dem 2 Wk mit titos genehmigung als fluechtlinge aus albnien zu tausenden einwanderten und dort konzentriert wurden, angeboten bekommt dein haus brennt oder du verkaufst uns dein haus und land 8das seit jahrhunderten in familienbesitz ist) fuer einen spottpreis was soll man dann zu der forderung von f. merkel sagen???!!! viel spass wuensche ich dem abendland mit dieser situation die wahhabiten bekommen imme rmehr einfluss und wir schauen hier zu11 der meisZvergebene name fuer neugeborene in belgien ist bereits moahmmed (in diversen versionen)genauso war es vor 65 jahren im kosovo und methohija dort ist uraltes christliches Siedlungsgebiet! die moslems kamen viel später als invasoren und die hohe vermehrungsquote und vertreibungen der mehrheit hat man einen fast ethnisch reinen staat, ich sage nur das ist auch unsere zukunft --> ein absolut intolerante religion wird hier siegen! und wir unterstuewtzen das sarrazin hat recht!! der name ist uebrigens auch nicht deutsch! aber abendländisch christlich! bis dann !

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%