Kosovo-Unabhängigkeit
Moskaus Botschafter warnt vor roher militärischer Gewalt

Der russische Nato-Botschafter Dmitri Rogosin hat nach der Kosovo-Unabhängigkeit vor „roher militärischer Gewalt“ gewarnt. Sollten die Nato und der Europäische Union ihre Mandate überschreiten, würden sie internationales Recht durch Gewalt ersetzen und einen Konflikt mit den Vereinten Nationen auslösen.

HB MOSKAU. Gleichzeitig schloss er „vollkommen“ aus, dass Moskau sich militärisch im Kosovo einmische. Russland sei angesichts seiner Millionen Toten im Zweiten Weltkrieg nicht an neuen Kriegen interessiert. Das sagte Rogosin bei einer Video-Konferenz der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Freitag.

„Serbien ist kein besetztes Land und braucht niemanden, der an seiner Stelle zu Waffen greift“, betonte der Kremlrepräsentant. Als souveräner Staat habe Serbien auf Grundlage internationalen Rechts Anspruch auf territoriale Unversehrtheit.

Zugleich warf Rogosin den Kosovaren vor, sie ließen sich ihre Unabhängigkeitsbewegung von der Drogenmafia finanzieren. „Das Kosovo ist seit langem nicht nur ein Stützpunkt zum Transport von Rauschgift nach Europa, sondern auch ein großes Labor zur Drogenherstellung“, sagte der Politiker. „Die immensen Gelder, die hinter der Drogenmafia im Kosovo stehen, werden jetzt höchstwahrscheinlich politisch zugunsten der Unabhängigkeitsanerkennung genutzt.“ Russland erkennt die Unabhängigkeit der ehemaligen serbischen Provinz nicht an.

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