Krankenhäuser durchsucht
Polizei in Australien findet neue Terror-Hinweise

Bei der Suche nach weiteren Terror-Verdächtigen und Hinweisen hat die australische Polizei zwei Krankenhäuser durchsucht. Dort fanden sie Materialien, die mit den versuchten Autobombenanschlägen in London und Glasgow in Verbindung gebracht werden.

HB CANBERRA. Bei den Razzien in den Städten Perth und Kalgoorlie wurde der Polizei zufolge ähnliches Material sichergestellt wie zuvor bei einer Durchsuchung in Queensland. Dort war am Donnerstag am Flughafen ein indischer Arzt festgenommen worden, als er das Land verlassen wollte.

Der Mann hatte einem der britischen Verdächtigen die Chipkarte seines Mobiltelefons überlassen. Der 27-jährige hatte im vergangenen Jahr in Liverpool gelebt und mit einem der Männer zusammengearbeitet, die im Zusammenhang mit den fehlgeschlagenen Anschlägen in London und Glasgow festgenommen worden waren.

Mohammed Haneef war am Montagabend am Flughafen von Brisbane gestoppt worden, als er offenbar aus Australien flüchten wollte. Nach Angaben der australischen Polizei wird mittlerweile auch gegen einen weiteren Arzt im Bundesstaat New South Wales ermittelt.

Am vergangenen Freitag waren in London zwei Autobombenanschläge vereitelt worden, nur einen Tag später rasten zwei Männer mit einem Jeep in den Terminal des Flughafens von Glasgow. Die beiden Täter von Glasgow sowie fünf weitere in Großbritannien Verhaftete sind ebenfalls Ärzte oder in anderen Berufen im staatlichen Gesundheitswesen tätig.

Die Hintergründe der versuchten Anschläge klären sich nur langsam. Einem Bericht der "New York Times" zufolge sind sich die Ermittler inzwischen allerdings sicher, dass die beiden Ärzte Bilal Abdullah und Khalil Ahmed nicht nur den brennenden Jeep in den Glasgower Flughafen gefahren, sondern auch zwei mit Gasflaschen, Sprengstoff und Nägeln gespickte Autos in London abgestellt haben.

Die Brüder und zwei weitere der insgesamt acht inhaftierten mutmaßlichen Terroristen sollen sich 2005 in Cambridge kennen gelernt haben. Später hätten sie mit den anderen vier eine Terrorzelle mit Verbindungen zum Netzwerk El Kaida gebildet.

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