Kremlchef sieht Kontinuität der bilateralen Beziehungen
Putin wirbt bei Deutschen für Vertrauen

Russlands Präsident Wladimir Putin und die deutsche Wirtschaft wollen auch über einen möglichen Regierungswechsel in Berlin hinaus die intensivierten Beziehungen fortsetzen. „Putin setzt auf Kontinuität und einen kräftigen Dialog mit der deutschen Wirtschaft“, sagte der Vorsitzende des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft, Klaus Mangold, dem Handelsblatt nach dem Treffen des Kremlchefs mit deutschen Unternehmenschefs.

HB MOSKAU. Putin habe vor einer Änderung der deutschen Russland-Politik auch im Falle eines CDU/FDP-Sieges warnen wollen, hieß es aus einem an dem Treffen beteiligten Konzern. Vor allem in den Bereichen Energie, Luftfahrt und Automobilbau soll die deutsch-russische Zusammenarbeit über das ohnehin laut Mangold schon exzellente Maß hinaus noch weiter intensiviert werden.

So gab Putin auf dem Treffen bekannt, dass bereits von 2010 an die so genannte Ostsee-Pipeline von Sankt Petersburg nach Greifswald russisches Erdgas durch die Ostsee nach Europa transportieren soll. In einer ersten Etappe sollten laut Putin 27 Mrd. Kubikmeter Gas pro Jahr strömen, dann mit zwei weiteren Unterwasserleitungen 55 Mrd. jährlich. An dem zwischen dem russischen Gasgiganten Gazprom und der BASF vereinbarten Milliardenprojekt sollen auch Eon Ruhrgas und RWE beteiligt werden, gab Putin im Beisein der drei Konzernchefs in seinem Sommersitz Konstantin-Palais bekannt. Außerdem waren auch Vertreter von Siemens, SMS-Demag, EADS, Metro, Thyssen-Krupp und der Dresdner Bank anwesend. Am Vortag hatte Putin bereits vor einem knappen Dutzend Top-US-Konzernlenker um mehr westliche Investitionen in seinem Land geworben, eine Verbesserung des Investitionsklimas zugesagt und eine Klärung, in welchen Branchen sich Ausländer wie engagieren dürfen.

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