Krieg im Jemen Luftangriff auf Polizeicamp fordert dutzende Tote

Ein Luftschlag auf ein Polizeigelände im Jemen durch die sunnitische Allianz um Saudi-Arabien hat mindestens 36 Tote gefordert. Eine Friedenskonferenz der Vereinten Nationen wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.
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Ein Luftschlag der sunnitischen Allianz um Saudi-Arabien hat im Jemen mehrere Dutzend Opfer gefordert. Ziel soll eine Huthi-kontrollierte Polizeistation gewesen sein. Quelle: dpa
Krieg im Jemen

Ein Luftschlag der sunnitischen Allianz um Saudi-Arabien hat im Jemen mehrere Dutzend Opfer gefordert. Ziel soll eine Huthi-kontrollierte Polizeistation gewesen sein.

(Foto: dpa)

SanaaSaudi-Arabien und seine Verbündeten haben die Luftangriffe auf die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen fortgesetzt. Beim Bombardement eines großen Polizeigeländes in der Hauptstadt Sanaa seien mindestens 36 Beamte getötet worden, teilte das jemenitische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Die Kommandeure des Polizeicamps stehen den Angaben zufolge dem früheren Präsidenten und Huthi-Verbündeten Ali Abdullah Salih nahe.

Mehr als 100 Menschen wurden bei dem Angriff zudem verletzt, wie das mittlerweile von den Huthis kontrollierte Ministerium weiter mitteilte. Zeugen der Angriffe am frühen Mittwochmorgen sagten zudem, auch ein Marinestützpunkt in der im Westen gelegenen Stadt Hodeida sei bombardiert worden. Diese befindet sich wie Sanaa und weite Teile des Nordens in der Hand der Huthis.

Mit den Luftangriffen wollen Saudi-Arabien und weitere sunnitische Staaten verhindern, dass die Huthis nach der Eroberung von Sanaa im September 2014 nun den gesamten Jemen unter ihre Kontrolle bringen. Der 2011 aus dem Amt gedrängte Salih, der immer noch Getreue in Armee und Sicherheitsapparat hat, unterstützt sie bei ihrem Griff nach der Macht. Der derzeitige und international anerkannte Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi floh Ende März vor den heranrückenden Huthis nach Saudi-Arabien.

Die Vereinten Nationen hatten eigentlich für Donnerstag eine Friedenskonferenz zum Jemen geplant, die sie aber am Dienstag offiziell auf unbestimmte Zeit verschoben. Die jemenitische Regierung und andere Beteiligte hätten um mehr Zeit gebeten, erklärte UN-Sprecher Stéphane Dujarric. Nach UN-Schätzungen wurden seit Beginn der saudi-arabischen Luftangriffe am 26. März bisher mehr als 1000 Zivilisten getötet, darunter mehr als 360 Frauen und Kinder.

  • ap
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1 Kommentar zu "Krieg im Jemen: Luftangriff auf Polizeicamp fordert dutzende Tote"

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  • Vielleicht sollte ich doch nicht nach Salalah in Urlaub fliegen?
    Noch glaubt Saudi Arabien den Konflikt so in den Griff zu bekommen.

    Schönen Abend noch.

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