Krieg im Jemen
Pakistan beteiligt sich nicht an Luftangriffen

Die Abgeordneten in Pakistan haben eine Kampfbeteiligung im Jemen abgelehnt. Dennoch sicherten sie Saudi-Arabien ihre Unterstützung zu. Doch derweil feiern die Huthi-Rebellen trotz der Luftangriffe Gebietsgewinne.
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IslamabadPakistan beteiligt sich nicht an den Luftangriffen der von Saudi-Arabien geführten Koalition gegen schiitische Rebellen im Jemen. Nach tagelangen Debatten votierten die Abgeordneten am Freitag dafür, dass Pakistan in dem Konflikt neutral bleiben solle. Das Land solle eine führende diplomatische Rolle zur Beendigung der Krise einnehmen. Die Konfliktparteien im Jemen wurden aufgerufen, die Auseinandersetzung durch friedlichen Dialog zu lösen.

Falls der Konflikt im Jemen zu einem radikalen religiösen Krieg werde, wäre dies für die ganze Region, auch Pakistan, kritisch, hieß es in der vom Parlament beschlossenen Resolution. Die internationale Gemeinschaft müsse ihre Bemühungen für Frieden im Jemen verstärken. Ziel sei eine sofortige Feuerpause.

Auch wenn sich die Abgeordneten gegen eine Teilnahme an den Luftangriffen aussprachen, drückten sie Saudi-Arabien ihre uneingeschränkte Unterstützung zu. Im Falle einer Verletzung der Grenzen des Königreichs oder einer Bedrohung des heiligsten Ortes Mekka werde Pakistan Schulter-an-Schulter mit Saudi-Arabien und seinem Volk stehen.

Das vorwiegend sunnitische Pakistan, das eine lange Grenze mit dem schiitischen Machtzentrum Iran hat, will nicht in den sich ausweitenden Konflikt hineingezogen werden, der zu einem Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran zu werden droht.

Die schiitischen Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten haben große Teile des Jemens unter ihre Kontrolle gebracht. Der Iran gilt als Schutzmacht der Huthis, die mit Teilen der regulären Truppen verbündet sind, die loyal zum früheren Präsidenten Ali Abdullah Salih stehen. Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi ist außer Landes geflohen.

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Huthi-Rebellen überrennen Schabwa

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