Krieg in Afghanistan
Zwölf Kinder sterben bei Nato-Luftangriff

Insgesamt 14 Menschen sind bei einem Nato-Angriff in Afghanistan gestorben. Bereits gestern töteten Taliban-Kämpfer zwei deutsche Soldaten, der deutsche Kommandeur wurde verletzt. Damit droht dem Hindukusch neue Unruhe.
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LaschkarBei einem Nato-Luftangriff in Afghanistan sind nach Behördenangaben zwölf Kinder getötet worden. Auch zwei Frauen seien in dem nächtlichen Bombardement gestorben, teilten afghanische Behörden mit. Es ist einer der schwersten Zwischenfälle bei Angriffen der internationalen Truppen seit Monaten.

Die von der Nato geführten ISAF-Truppen waren in der Taliban-Hochburg Helmand um Unterstützung aus der Luft gebeten worden, nachdem US-Soldaten unter Beschuss von Aufständischen geraten waren. Die ISAF-Kampfjets hätten dann zwei Wohnhäuser von Zivilisten ins Visier genommen, teilte der Gouverneur der Provinz Helmand am Sonntag mit. Bei dem Angriff seien sechs weitere Menschen verletzt worden, darunter drei Kinder. Die ISAF erklärte, den Berichten werde nachgegangen.

"Mein Haus wurde mitten in der Nacht bombardiert und meine Kinder wurden getötet", sagte ein Angehöriger. "Die Taliban waren weit von meinem Haus entfernt, warum wurde es bombardiert?" Trauernde Männer hielten die in blutige Tücher gehüllten Leichen von Kleinkindern in ihren Armen, bevor sie sie auf der Ladefläche eines Lasters in die Provinzhauptstadt brachten. Anwohner und örtliche Behörden berichteten, der Vorfall habe sich in der Nacht zum Samstag ereignet. In Afghanistan wächst derzeit der Zorn über den Tod von Zivilisten bei Luftangriffen der ausländischen Truppen.

Zugleich hat auch die ISAF-Truppe schwere Verluste zu beklagen: Erst gestern starben bei dem Selbstmordanschlag im Norden Afghanistans zwei deutsche Soldaten, drei weitere wurden verwundet. Das teilte Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) am Samstag in Berlin mit. Unter den Verwundeten sei der Kommandeur der Internationalen Schutztruppe Isaf in Nordafghanistan, der deutsche General Markus Kneip.

Der Befehlshaber des Einsatzführungskommandos, Generalleutnant Rainer Glatz, sagte: "Wir müssen davon ausgehen, dass es ein Angriff mehrerer Selbstmordattentäter gewesen ist." Die Verwundeten seien mit Hubschraubern nach Kundus ausgeflogen worden. Es sei nicht geplant, Kneip nach Deutschland zu bringen. "Er ist leicht verwundet." Zum Zustand der anderen Soldaten könne er noch keine Aussagen machen.

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  • Diese Parodie von Demokratieaufbau wird bei jeder dieser Meldung unerträglicher. Was will die Nato in Afghanistan erreichen?

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