Krieg in Libyen
Gaddafi bietet erneut Waffenstillstand an

Diktator Gaddafi soll zu einem Waffenstillstand bereit sein, will aber weiter nicht zurücktreten. Immer mehr hochrangige Offiziere desertieren: Gaddafis Armee soll nur noch 20 Prozent ihrer Originalgröße haben.
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TripolisDer libysche Machthaber Muammar Gaddafi hat bei einem Vermittlungsgespräch mit Südafrikas Präsident Jacob Zuma erneut einen Waffenstillstand angeboten. Einen Rücktritt lehnte er aber nach wie vor ab. Zuma erklärte am Montag nach einem Kurztrip in die libysche Hauptstadt Tripolis, dass Gaddafi eine Waffenruhe und ein Ende der Nato-Bombardierungen wolle.

„Wir haben darüber gesprochen, dem libyschen Volk die Möglichkeit einzuräumen, seine Probleme selbst zu lösen“, fügte Zuma hinzu, ohne weiter auf Details einzugehen.Ein erster Vermittlungsversuch des Politikers war gescheitert.

Im April hatte Zuma eine Delegation der AU mit einem Vorschlag für einen Waffenstillstand nach Tripolis geführt. Gaddafi stimmte dem Vorschlag zu, ignorierte den Waffenstillstand jedoch kurz darauf und setzte seine Angriffe fort. Die Rebellen lehnten den Vorschlag von vorneherein ab, da er keinen Machtverzicht Gaddafis beinhaltete.

Zuma wurde auf einem Militärflugplatz in der Nähe von Tripolis mit allen Ehren empfangen. Dutzende Anhänger Gaddafis hießen ihn mit den grünen Fahnen Libyens in der Hand willkommen. Damit Zuma nach Tripolis reisen konnte hatte die NATO das Flugverbot für ihn aufgehoben. Obwohl die Beziehungen zwischen Gaddafi und der AU angespannt sind, haben Zuma und andere afrikanische Staatschefs der NATO vorgeworfen mit ihren Angriffen das UN-Mandat zu überschreiten.

Nur wenige Stunden nach Zumas Abreise, berichtete das libysche Staatsfernsehen, dass die Nato erneut Angriffe geflogen habe. Die Nato bombardiert seit Wochen Ziele in Libyen und unterstützt damit faktisch die Rebellen. Zuletzt hat die Allianz den Druck auf Gaddafi weiter erhöht.

Zudem sind acht hochrangige Offiziere übergelaufen. Wie sie auf einer eilends einberufenen Pressekonferenz in Rom erläuterten, gehörten sie zu einer Gruppe von insgesamt 120 Offizieren, die in den vergangenen Tagen die Armee Gaddafis verlassen hätten. Die Streitkräfte seien inzwischen auf 20 Prozent der Originalgröße geschrumpft, sagte einer der Generäle. „Gaddafis Tage sind gezählt.“

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das ist eine gute Nachricht für alle, die Freiheit liebende Menschen. Das Merkel und Frau Westerwelle haben sich ein weiteres Mal als Versager bestätigt, indem sie sich auf die Seite von Russland und China geschlagen haben. Mich wundert immer mehr wie es sein kann, dass diese "Flaschen leer" noch nicht zurückgetreten worden sind.

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