Krieg in Libyen
Großbritannien will nicht mehr bomben - wenn Gaddafi geht

Großbritannien will die Luftangriffe einstellen - wenn Gaddafi nur zurücktritt. So erhält der Nato-Streit um den Militäreinsatz neue Nahrung. Die Rebellen fordern inzwischen offizielle Finanzhilfen vom Westen.
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Der britische Außenminister William Hague hat am Mittwoch angekündigt, die Militäraktion in Libyen zu beenden, sobald Machthaber Muammar al Gaddafi zurücktritt. Wann dies sein werde, könne er nicht vorhersagen, erklärte Hague. Nach seiner Einschätzung werde die libysche Opposition "nach und nach besser organisiert". Hague verteidigte die Luftangriffe der Koalitionskräfte auf Stellungen der Streitkräfte Gaddafis. Damit seien tausende von Leben gerettet worden, sagte Hague in der BBC.

Die Forderung aus London ist Teil eines Katz-und-Maus-Spiels der westlichen Militärallianz mit dem libyschen Diktator. Denn gleichzeitig fordert Großbritannien eine mächtigere Nato-Streitkraft, um das Drohpotential im Kampf gegen den libyschen Machthaber Muammar Gaddafi zu erhöhen. Ob die Militärallianz ihre erweiterten Kapazitäten dann auch einsetze, hänge vom Verhalten des langjährigen Staatschefs ab, sagte der britische Außenminister William Hague auf dem Weg zum ersten Treffen der Libyen-Kontaktgruppe in Doha am Mittwoch.

Das internationale Treffen war auf der Londoner Libyen-Konferenz vor zwei Wochen ins Leben gerufen worden, um eine politische Lösung für den Konflikt zu finden. Mit seinen Forderungen will Großbritannien nun offenbar Druck auf das Treffen ausüben.

Hague verlangte zudem verschärfte Sanktionen gegen die Regierung in Tripolis und eine klare Forderung der internationalen Gemeinschaft, dass Gaddafi gehen müsse. "Wir haben mehr Kampfflugzeuge losgeschickt, um Zivilisten zu schützen", sagte Hague. "Wir sind auf der Suche nach weiteren Staaten, die das im Laufe der Zeit genauso tun, wenn nötig." Großbritannien wünsche sich "eine kontinuierliche Steigerung der Kapazitäten". In Doha berät die internationale Kontakttruppe über das weitere Vorgehen im Libyen-Konflikt. An den Gesprächen nimmt auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle teil.

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  • Shalom i Spiritui Sancto Vatikan,God bless the USA.Die Menschenrechtsfront Gegen Gaddafi Steht fest und wird hoffentlich bald so Stark sein das Gaddafi und seine Sympathisanten Ihre Lage begreifen.

  • Ach nee... und ich dachte es ging nur um den Schutz der Zivilisten was den Einsatz von Waffengewalt durch die Weltgemeinschaft betraf. Von der Ablösung Gaddafis war doch in der UN Resolution gar nicht die Rede....

  • Ich sage jetzt schon voraus, dass der Vorschlag der Briten, Gaddafi nicht dazu bewegen wird, seinen Posten zu räumen. Der freut sich doch insgeheim über das Durcheinander und die Uneinigkeit.

    Derweil sollten sich die westlichen Länder mal gut überlegen, wie kostspielig im Endeffekt die jahrelange Unterstützung von Dispoten und Diktatoren im Nachhinein wirklich gewesen ist. Denn wenn man aus finanzieller Sicht die Nachteile (Kriegskosten, humanitäre Hilfen, Wiederaufbau ect.) von den Vorteilen (Waffenlieferungen, Öl ect.) abzieht, dürfte es sich auf lange Sicht nicht lohnen, politisch, wirtschaftlich und strategisch mit solchen Diktatoren Geschäfte zu machen. Von den humanitären Faktoren mal ganz abgesehen.

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