Syrien: Assad-Truppen vertreiben Rebellen aus Teilen Aleppos

Krieg in Syrien
Assad-Truppen nehmen große Teile Aleppos ein

Aleppo gehört seit langem zu den umkämpftesten Gebieten im syrischen Bürgerkrieg. Jetzt droht den Rebellen in der Stadt eine vollständige Niederlage. Davon dürften sie sich kaum noch erholen.
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AleppoSyriens Regime ist im Kampf um die wichtige Großstadt Aleppo ein entscheidender Schlag gegen die Rebellen gelungen. Die Armee und ihre Verbündeten nahmen nach heftigen Kämpfen und Luftangriffen den kompletten Norden der Rebellengebiete Aleppos ein, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und die staatliche Nachrichtenagentur Sana am Montag meldeten. Damit haben die Regimegegner mehr als ein Drittel des bislang von ihnen kontrollierten Gebietes in der Stadt verloren. „Das ist die schwerste Niederlage der Rebellen, seitdem sie Aleppo 2012 eingenommen haben“, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman.

Tausende Zivilisten sind vor den Kämpfen auf der Flucht. Rund 6000 Menschen seien in einen von Kurden beherrschten Stadtteil geflohen, erklärten die Menschenrechtler. Von den Kurden verbreitete Bilder zeigten, wie Menschen nur mit dem Nötigsten als Gepäck in dem Viertel Scheich Maksud ankamen. Etwa 4000 Zivilisten zogen laut den Menschenrechtlern in Stadtteile, die kürzlich vom Regime eingenommen worden waren. Aktivisten der Opposition berichteten zugleich, viele Menschen flöhen auch in andere Rebellengebiete im Südosten Aleppos.

Die frühere Handelsmetropole gehört im bald sechs Jahre dauernden syrischen Bürgerkrieg zu den umkämpftesten Gebieten. Als neben Damaskus größte Stadt des Landes ist sie strategisch und symbolisch wichtig. Bislang ist Aleppo geteilt: Das Regime und Verbündete kontrollieren die Stadtteile im Westen, Rebellen den Osten. Die Oppositionsgebiete sind seit Anfang September wegen einer Blockade der Armee von der Außenwelt abgeschottet. Mehrere Versuche, eine dauerhafte Waffenruhe für die Stadt zu erreichen, scheiterten in den vergangenen Monaten.

Die Armee und ihre Verbündeten gewannen am Montag unter anderem die Kontrolle über die Stadtteile Al-Sachur und Al-Haidarija, wie die Menschenrechtler meldeten. Nach russischen Militärangaben nahmen Regimekräfte zwölf Stadtviertel ein. Aktivisten aus der Stadt berichteten den ganzen Tag über von heftigen Luftangriffen. Russland ist Syriens wichtigster Verbündeter und bombardiert seit mehr als einem Jahr Ziele im Land, darunter auch immer wieder in Aleppo.

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„Humanitäre Katastrophe“

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  • Da hat Angie ja wieder richtig Glück! Dann braucht sie auch keine Türkei für ihr Flüchtlingsabkommen.

    Teil der Wahrheit, die leider nie verbreitet wird, ist eben auch, dass während des Höhepunkts des Flüchtlingsstroms, die Flüchtenden hauptsächlich aus desertierenden Asssad-Soldaten bestand. Als Putin dann ins Kampfgeschehen eingriff, ging deren Zahl natürlich massiv zurück. (während Herr Stegner uns erklärte die Leute fliehen vor Assads Fassbomben!)

    Das konnte die Presse in Deutschland aber nicht thematisieren, da man in der Menge der Flüchtenden immer auf die zwei bis drei Mütter mit Kindern hin-zoomte. Das Gesamtbild konnte man dann bei BBC sehen. Auch die Qualifikations-, Opferrollen-Geschichte wäre von solchen Zusammenhängen gestört worden. Darum gab es diese Zusammenhänge auch nicht!

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