Krieg in Syrien
Evakuierung von Aleppo abgeschlossen

Ost-Aleppo ist evakuiert. Die Stadt steht wieder unter der Kontrolle des Assad-Regimes. Doch der Krieg ist damit nicht zu Ende. Bei türkischen Angriffen in Al-Bab sind laut Menschenrechtlern 88 Personen gestorben.
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Aleppo/MoskauMöglicher Wendepunkt im syrischen Bürgerkrieg: Erstmals seit vier Jahren steht die einstige Wirtschaftsmetropole Aleppo wieder unter vollständiger Kontrolle der Regierung. Das meldete das syrische Militär am Donnerstagabend, nachdem die letzten Rebellen den Osten der einstigen Wirtschaftsmetropole in Bussen verlassen hatten.

Damit habe das Militär die „Sicherheit und Stabilität“ in Aleppo wiederhergestellt, hieß es in einer vom Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung. Die Rückeroberung Aleppos durch die Truppen von Präsident Baschar al-Assad könnte die Karten im Syrien-Konflikt neu mischen.

Derweil sind bei türkischen Luftangriffen auf die von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gehaltene nordsyrische Stadt Al-Bab Menschenrechtlern zufolge seit Donnerstag mindestens 88 Zivilisten getötet worden. 72 Menschen seien bei den heftigen Bombardements am Donnerstag gestorben, weitere 16 Unbeteiligte seien am Freitag ums Lebens gekommen, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Unter den Getöteten seien auch 24 Kinder.

Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete am Freitag unter Berufung auf das Militär, in der Region Al-Bab seien 22 IS-Terroristen „neutralisiert“ worden. Bei Angriffen gegen den IS seien 37 Gebäude in der Stadt Al-Bab beschossen und zerstört worden, darunter Unterkünfte für IS-Kämpfer, Waffenlager und ein Logistikzentrum. Zu möglichen zivilen Opfern machte die Türkei keine Angaben. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Donnerstag von fast 200 getöteten IS-Kämpfern bei den Gefechten um Al-Bab gesprochen.

Das syrische Militär feierte den Abzug der Rebellen aus der seit vier Jahren erbittert umkämpften Stadt Aleppo als „strategische Transformation“ im Krieg gegen den Terrorismus. Als Terroristen bezeichnet Assads Regierung alle, die gegen sie kämpfen. Der letzte Evakuierungskonvoi bestand Fernsehbildern zufolge aus vier Bussen und 15 Begleitfahrzeugen. Der syrische Staatssender Al-Ichbarija TV zeigte Live-Bilder von der Evakuierung am Kontrollpunkt Ramuse.

In Übertragungen aus West-Aleppo waren Freudenschüsse zu hören. Soldaten und Zivilisten riefen „Aleppo, Aleppo!“ und „Nur Gott, Syrien und Baschar!“. Umringt von Menschen mit syrischen Flaggen sagte der zuständige Korrespondent des Staatsfernsehens: „Kein Osten und Westen mehr.“

Für die Rebellen ist die Niederlage ein äußerst schwerer Schlag. Das Datum des Falls Aleppos „werden wir nie vergessen und niemals vergeben“, schrieb der oppositionelle Aktivist Ahmed al-Chatib, der die Stadt vor der Belagerung durch die Regierungstruppen verlassen hatte, auf Twitter. Die Welt solle bezeugen, wie Assad Menschen getötet und vertrieben und Aleppo zerstört habe.

Die geplanten Syrien-Friedensgespräche zwischen Russland, der Türkei und Iran werden nach russischen Angaben voraussichtlich Anfang des nächsten Jahres in Kasachstan beginnen. Vize-Außenminister Gennadi Gatilow sagte am Freitag laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Interfax, er rechne damit, dass die Verhandlungen Mitte Januar stattfinden. Sie würden sich darauf konzentrieren, wie ein landesweiter Waffenstillstand in Syrien erreicht werden könne.

Die USA erklärten, dass sie dieser Verhandlungsrunde nicht angehören, sei weder eine Brüskierung noch spiegele es einen sinkenden Einfluss des Landes in der Region wider. Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, plant ebenfalls Friedensgespräche, und zwar ab dem 8. Februar in Genf. Russland erklärte dazu, die Verhandlungen in Kasachstan sollten keine anderen Gespräche ersetzen, sondern seien als zusätzliches Gremium gedacht.

Mit der künftigen US-Regierung gibt es nach den Worten Gatilows noch keine Kontakte hinsichtlich des Syrienkonflikts. Die Regierung in Moskau gehe aber davon aus, dass der künftige Präsident Donald Trump ein besserer Verhandlungspartner als der scheidende Amtsinhaber Barack Obama sei. Trump habe eine Lösung des Konflikts niemals mit dem Rücktritt des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad verbunden.

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Assad feiert seinen Triumph – aber zu welchem Preis?

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    "Herr Fritz Porters23.12.2016, 12:25 Uhr
    Liebe komödiantische Kommentatorengemeinde,

    es ist mal wieder ein Fest wie lustig hier kommentiert wird ...was wäre mein Tag ohne diese wunderbaren Geistesblitze, die hier gepostet werden. Herrlich :-)"


    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel, Dirnberger....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

    Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

    das ist unser geliebter

    SPIEGEL

    Danke

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