Krise in der Ukraine

Armee bereitet sich auf Rebellenoffensive vor

Die ukrainische Armee bereitet sich auf eine neue Rebellenoffensive vor. In den vergangenen Tagen haben die Aufständischen offenbar Verstärkung bekommen. Die Lage in der Ostukraine war zuletzt wieder eskaliert.
Update: 12.11.2014 - 18:55 Uhr 8 Kommentare
Der ukrainische Verteidigungsminister Stepan Poltorak erwartet eine Rebellenoffensive. Quelle: AFP

Der ukrainische Verteidigungsminister Stepan Poltorak erwartet eine Rebellenoffensive.

(Foto: AFP)

Kiew/DonezkAus Furcht vor einer neuen Militäroffensive der Separatisten in der Ostukraine bringt die Führung in Kiew ihre eigenen Truppen in der Region in Stellung. Militärverbände würden verlegt, um auf einen Vorstoß der Rebellen reagieren zu können, sagte Verteidigungsminister Stepan Poltorak am Mittwoch in Kiew. Details zu den Truppenbewegungen nannte er nicht, betonte aber, dass die Separatisten zuletzt Verstärkung erhalten hätten.

Nato-Oberbefehlshaber Philip Breedlove bestätigte dies. Die Militärallianz habe beobachtet, dass russische Truppen und Panzer in den vergangenen Tagen auf ukrainisches Territorium vorgedrungen seien, sagte er in Bulgarien. „Es gibt keinen Zweifel mehr, dass Russland unmittelbar militärisch in der Ukraine tätig ist.“ Das russische Verteidigungsministerium wies dies als „heiße Luft“ zurück.

Hinter diesen Behauptungen stünden weder Beweise noch Fakten. Russland habe es aufgegeben, den Äußerungen von Breedlove zu russischen Militärkonvois Beachtung zu schenken, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow.

Im Zentrum der Industriestadt Donezk waren am Mittwoch Militärlastwagen ohne Hoheitszeichen zu sehen. Männer in grünen Uniformen ohne Nationalitätskennzeichen standen in der Nähe herum. Bei der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim im März hatten russische Soldaten Uniformen ohne Hoheitsabzeichen getragen. Die Regierung in Kiew befürchtet, dass Russland einen weiteren, ähnlichen Vorstoß unternimmt, um das von den Separatisten kontrollierte Gebiet auszudehnen. Das Zentrum von Donezk lag am Mittwoch erneut unter schwerem Artillerie-Beschuss.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier forderte die Separatisten zur militärischen Zurückhaltung auf. „Es macht in dieser Situation keinen Sinn, in der Region wieder aufzurüsten und sich auf weitere militärische Konfrontation vorzubereiten“, sagte er. „Es nützt keinem.“ Stattdessen gehe Zeit für die Suche nach einer politischen Lösung verloren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel telefonierte mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko. „Beide Seiten sehen die Entwicklungen nach wie vor mit Sorge, zumal von einem wirklichen Waffenstillstand nicht die Rede sein kann“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz in Berlin. Merkel und Poroschenko seien sich trotzdem einig, dass die Vereinbarung von Minsk die richtige Grundlage bleibe, um die Region zu stabilisieren.

Angesichts der neuerlichen Eskalation wollen die EU-Außenminister am Montag in Brüssel über eine Ausweitung der Sanktionen gegen Russland beraten. Weitere wirtschaftliche Strafmaßnahmen stehen dabei aber wohl nicht zur Debatte: Im Zusammenhang mit den unrechtmäßigen Wahlen der Separatisten im Osten der Ukraine werde zwar eine Ausweitung der Sanktionsliste gegen einzelne Personen geprüft, sagte Merkel am Dienstag. „Darüber hinaus sind weitere Wirtschaftssanktionen im Augenblick nicht geplant.“

  • rtr
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8 Kommentare zu "Krise in der Ukraine: Armee bereitet sich auf Rebellenoffensive vor"

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  • @ Frau Margrit Steer

    >> Sie ist nur die Hörige von Putin. >>


    Wer soll den das glauben ?

  • total merkwürdig das ganze! mal sehen, ob ich das richtig sehe. Kiew kündigte an sich den Osten der Ukraine zurück zu holen was automatisch Krieg bedeutet. nun soll es eine Rebellenoffensive geben? und ganz nebenbei behauptet Kiew dass RUS einmarschiert sei? will uns Kiew mit Gewalt in den 3. Weltkrieg ziehen?

  • Was der Westen hier macht,ist unter aller Sau
    Das ist das, was ich heute Mittag in einem Beitrag sagte. Merkel hat noch nicht einen einzigen Tag für Deutschland was gemact.
    Sie ist nur die Hörige von Putin.
    Diese Frau wird der Untergang Deutschlands sein
    Und die NATO scheint seit Neuestem zu bestimmen wan oder wann nicht Krieg ist

  • >> Einheiten würden verlegt, um auf das Vorgehen der Rebellen zu reagieren, sagte Verteidigungsminister Stepan Poltorak am Mittwoch in Kiew. >>

    - wer auf sein eigenes Volk mittels der Armee schiesst, ist obsolet jeglichem Menschenverstand.

    Die Junta hat sich verstärkt in der Waffenruhe, hat Kräfte gesammelt und will die abtrünnigen Republiken , koste es was es wolle, wieder ins Reich holen.

    Sie unterschätzt aber den Faktor Russland : Russland kann seine Landsleute in der Ostukraine ganz einfach nicht mehr zum Abschlachten freigeben.

    Auch Putin kann hier nichts mehr verrichten : steht er der Novorossia nicht bei, rollt zu Hause sein Kopf.

    Und die Junta riskiert natürlich auch noch eine Erweiterung des Konfliktes : greift sie an, wird Novorossia mit Russlands Unterstützung sie vernichten und nach Kiew gehen.

    Das bedeutet das Ende der Junta.



  • Zirkus "NATO" ist wieder in der Stadt mit neuen Vorstellungen!!!

    Aber mal ernsthaft, so viel Technik, Raketen, Artillerie, Truppen, wie die Russen angeblich eingeführt haben, da wären die doch schon längst nicht nur in Kiew, sondern auch wiedermal in Berlin!

    Oder will hier jemand behaupten, die fahren ständig hin und her!? Aus Spaß!?

  • Deutschland soll sich lieber mit der inneren Politik beschäftigen, Arbeitslosigkeit abzubauen etc. Der Ukrainische Volk an sich ist auch gegen pro westliche Regierung, nur die fragt leider niemand.

  • Ich gebe Ihnen Recht!!!! Anstatt sich um eigenes Land zu kümmern, mischt sich der Westen schon nach vorgeschriebenem Scenario Amerikas überall ein. Wenn es so weiter geht, dann muss der Westen mit härteren Gegensanktionen rechnen. Und letztendlich Westen soll aufhören als Marionette der USA zu agieren.

  • Doneszk wird laufend beschossen. Es fragt sich, wer sich hier vorbereitet. Eins ist klar: Pyro-schenko wird Neurussland NIE WIEDER in der Ukraine haben. Der sogenannte Westen hat verspielt; die roten Linien hat der aggressive Westen überschritten. Er wird sein Waterloo erleben. Da können die von den NeoCons, Brzezinskis und Wolfowitz' inspirierten Hobby-Geopolitiker im Dienst der deutschen Dependanzen der US-Thinktanks heulen, wie sie wollen. Neurussland ist schon eine Realität. Die Rumpfukraine wird von der EU mit dramatischen Kapitaltransfers am Kacken gehalten werden müssen - und darüber wird die EU kollabieren. Ich freu mich schon...

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