Krise in der Ukraine: Die brüchige Waffenruhe

Krise in der Ukraine
Die brüchige Waffenruhe

Trotz Waffenruhe kommt es immer wieder zu „Vorfällen“ in der umkämpften Ostukraine – und zu Toten. Armee und Separatisten beschuldigen sich wie üblich gegenseitig, dass Minsker Abkommen zu brechen.
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Kiew/TokioDas ukrainische Militär wirft den prorussischen Separatisten die massive Verletzung des vor zwei Wochen vereinbarten Waffenstillstands vor. In den vergangenen 24 Stunden seien drei Soldaten getötet worden, sagte ein Armee-Sprecher am Dienstag. Ukrainische Stellungen seien 22 mit Granaten beschossen worden. Nach Angaben der Rebellen sind es jedoch die Regierungssoldaten, die sich nicht an die Waffenruhe halten. Der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin forderte erneut die Rückgabe der von Russland annektierten Krim. Nur dann könnten sich die Beziehungen zwischen beiden Ländern normalisieren.

Bei den schwersten Zwischenfällen seit Tagen seien auch neun Soldaten verletzt worden, sagte der Armee-Sprecher weiter. Die Orte Pesky und Awdiiwka seien angegriffen worden. Seit Montagnachmittag werde eine Intensivierung der Truppenbewegungen der Separatisten beobachtet. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sieht jedoch das Minkser Waffenstillstandsabkommen nicht aufgekündigt. Trotz der „Vorfälle“ werde die Waffenruhe unterm Strich eingehalten, erklärte er in Brüssel. Er mahnte eine stärkere Rolle der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bei der Überwachung der Waffenruhe an. In dem Konflikt im Osten der Ukraine sind etwa 6000 Menschen ums Leben gekommen.

Während eines Japan-Besuchs forderte Klimkin, die Ukraine müsse die volle Souveränität über die Krim zurückerlangen. Zudem sei eine vollständige Schließung der Grenze zu Russland nötig, um den bewaffneten Konflikt mit prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine endgültig beilegen zu können.

Trotz der angespannten Beziehungen zwischen den Regierungen in Moskau und Kiew bewegten sich beide Seiten im Gaststreit aufeinander zu. Nachdem sich beide Parteien im Streit um das „Winterpaket“ geeinigt hatten, stellte Russlands Energieminister Alexander Nowak nun auch Entgegenkommen bei den Gaslieferungen ab dem zweiten Quartal in Aussicht. Die Gewährleistung eines Rabattes werde geprüft, sagte Nowak dem Fernsehsender Rossiya 24 und begründete diese Haltung mit dem gesunkenen Gas- und Ölpreis.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Krise in der Ukraine: Die brüchige Waffenruhe"

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  • @ Herr Bodo von Hobel, alias Troll @ Weissenfels

    >> Stammplatz in der Sputnik-Redaktion verdient >>

    Ist immerhin angesehener als wie bei Ihnen ein Stammplatz bei der BLÖD-Zeitung inne zu haben. Dort wird allerdings auch gar kein Intellekt vorausgesetzt.

    >> RT oder Ruptly >>

    Wer qualifiziert mitreden will, der schaut ganz einfach das Russische Staats-TV.
    Dort gibt es ausführliche Informationen zu allen Themen.
    Im Russischen TV laufen wöchentlich an die 10 Talk-Shows mit politischen Themen. Da wird sehr engagiert und umfangreich auf Expertenebene diskutiert.

    Und es sind immer mindestens 30 % an Teilnehmern der Opponentenseite dabei.

    Also weder eine Diktatur noch eine Diskriminierung der Andersdenkenden.

    Hier sind Sie ganz einfach verlogen, wie die Trolls von Natur aus eben sind.

    >> Ich las das mit dem BIP >

    Und sie haben nichts kapiert und alles verdreht. BIP ist eine Angabe der Wirtschaftskraft eines Landes. Liegt bei D und RU zur Zeit gleichauf mit jeweils 3,6 Bio $ .


    >> Sie dürfen sogar für diese, Ihre, Meinung auf die Strasse gehen und protestieren. >>

    Lachnummer. Warum sollte ich meine Zeit vergeuden ? Die Russen dürfen übrigens auch auf die Strasse....soviel sie wollen.

    Und die werden sogar NICHT dabei mit Pfefferspray besprüht, wie man das in Deutschland tut ( Stuttgart 21 ).

    >> Das sind all die Dinge, die sie in Russland nicht können >>

    Dieser Ihrer Sätze besagt, dass Sie von Russland keinen blassen Schimmer haben und nur propagandistische Klischees nachplappern.

    Armselig für einen Propagandaschreiberling.

    >> Ich möchte kritische Stimmen hören und vergleichen. >>

    Hier Lügen Sie wie gedruckt. Sie möchten nur Ihnen liebsamen Propagandameldungen hören. Konträre Meinungen würden Sie niederknüppeln. Mit billiger, armseligen Propaganda !

    >> Und ich glaube, dass Menschen wie Sie nicht in unser Land gehören! >>

    Wie gut, dass Sie nur daran glauben und keine Handlungen vornehmen dürfen.

    Für diesen Glauben gehören Sie in die Nazi-Ecke !!!



  • Herr Queri....... :-) ....... intellektuell gesehen hätten Sie mit Ihren Möglichkeiten einen Stammplatz in der Sputnik-Redaktion verdient. Da spielt sich vieles auf Ihrem Niveau ab. Ich nehme an, Sie sind einer dieser RT oder Ruptly infizierten Menschen, die deutsches Gastrecht in Anspruch nehmen, Ihre Meinung hinausposaunen, die deutsche Demokratie in Anspruch nehmen und sich für Superschlau halten. Ich las das mit dem BIP, was Sie geschrieben hatten. Nun wir leben hier in einem Land in dem man das darf und das ist auch gut so. Sie werden also nicht von staatlichen Stellen verfolgt und drangsaliert. Man wird Sie auch nicht zusammenschlagen. Sie dürfen sogar für diese, Ihre, Meinung auf die Strasse gehen und protestieren. Und sie können bloggen bis der Arzt kommt. Das sind all die Dinge, die sie in Russland nicht können, wenn Sie eine andere Meinung als die Ihres Führers haben. Vielleicht bedeutet Ihnen das nicht viel, mir bedeutet es alles. Putin steht für alles, was ich hasse. Ich bin es gewohnt meine Meinung frei und laut zuäußern. Ich möchte mir die Zeitungen aussuchen, die ich lese. Ich möchte kritische Stimmen hören und vergleichen. Sie wollen eine Militärdiktatur schlimmsten Ausmasses. Und ich glaube, dass Menschen wie Sie nicht in unser Land gehören!

  • >> Der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin forderte erneut die Rückgabe der von Russland annektierten Krim. Nur dann könnten sich die Beziehungen zwischen beiden Ländern normalisieren. >>

    Übersetzt bedeutet das, dass es NIEMALS mehr zu normalen Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine kommen wird.

    Den die Russen werden die Krim NIEMALS mehr dem Schurkenstaat Ukraine überlassen. Vor allem deshalb nicht, weil die Krim-Bewohner sich zu 95 % für eine Abtrennung von dieser Ukraine ausgesprochen haben.

    Aber mit der Forderung nach Krim-Rückgabe läßt sich das Feindbild RUSSLAND sehr gut aufrecht erhalten, um die Wirtschafts- und Sozialmisere , das Chaos, die diese Junta-Regierung verursacht hat, zu überspielen.





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