Krise in der Ukraine: Janukowitsch fordert von Russland Militärschlag

Krise in der Ukraine
Janukowitsch fordert von Russland Militärschlag

Der ukrainische Ex-Präsident Janukowitsch bittet Putin per Brief, „Terror und Gewalt“ in der Ukraine mit Militär zu bekämpfen. Der Westen droht mit Sanktionen gegen Russland. Die USA stoppen die Militärzusammenarbeit.
  • 2

Washington/Kiew/BerlinEuropa und Amerika erhöhen in der Krim-Krise den Druck auf Kremlchef Wladimir Putin. Die EU und die USA drohen Russland nun mit Sanktionen, sollte Moskau seine Truppen nicht zügig von der ukrainischen Halbinsel zurückziehen. Russland bleibt aber stur und begründet seinen Militäreinsatz mit einem Hilferuf des abgesetzten Präsidenten Viktor Janukowitsch.

US-Außenminister John Kerry wird am Dienstag zu Gesprächen in der Ukraine erwartet. Er will in Kiew mit Vertretern der neuen Regierung zusammentreffen. In Brüssel beraten die Botschafter der 28 Nato-Staaten über die angespannte Situation.

In einer ersten Reaktion auf die Krim-Krise fror das Pentagon am Montagabend alle Kontakte zum russischen Militär ein. Jegliches Engagement des US-Militärs mit den Streitkräften Russlands sei gestoppt worden, teilte Pentagonsprecher John Kirby in Washington mit. Auch gemeinsame Übungen, bilaterale Treffen, Hafenvisiten und Planungskonferenzen seien ausgesetzt worden.

Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk warf Putin einen schweren Bruch des Völkerrechts vor. „Unsere russischen Nachbarn haben ohne Grund einen Akt der Aggression auf unserem Staatsgebiet begangen. Die autonome Republik Krim war, ist und bleibt auch ukrainisches Territorium“, sagte Jazenjuk der „Bild“-Zeitung.

Zugleich forderte Jazenjuk die russische Regierung auf, den Konflikt um die Krim friedlich und auf diplomatischem Weg zu lösen. „Man darf sich so im 21. Jahrhundert nicht verhalten. Mit Panzern, Soldaten und Drohungen erreicht man nichts.“

Kommentare zu " Krise in der Ukraine: Janukowitsch fordert von Russland Militärschlag "

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Es geht nicht gegen das eigene Volk, sondern gegen die neuen, nicht durch Wahlen legitimierten Machthaber. Daß das Volk im Ernstfall zuerst leidet, ist leider immer so.
    Neue Wahlen sind daher schnellstens erforderlich, wobei Gebiete mit überwiegend russischer Bevölkerung, wie die Krim, entscheiden muß, wohin sie gehören wollen. Dabei darf keine Rolle spielen, daß Chruschtschow in einem Anfall von Schwachsinn, mal eben die Krim an die Ukraine verschenkt hat.
    Ob Janukowitsch den Militärschlag wirklich gefordert hat, ist genau so wahrscheinlich, wie, daß "der Westen" und/oder die neuen Machthaber in der Ukraine diese Nachricht lanciert haben.

  • Was ist das nur für ein widerlicher Lump, der den Krieg gegen das eigene Volk einfordert?!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%