Krise in der Ukraine Merkel und Obama geben die Krim noch nicht auf

Kann die Krim-Krisen-Diplomatie eine Eskalation verhindern? Merkel reist nach Polen, US-Präsident Obama trifft den ukrainischen Regierungschef. Der US-Kongress fordert unterdessen mit scharfen Worten härtere Sanktionen.
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Hoffen auf eine friedliche Lösung in der Ukraine: Die Krim-Krise spitzt sich zu. Quelle: Reuters

Hoffen auf eine friedliche Lösung in der Ukraine: Die Krim-Krise spitzt sich zu.

(Foto: Reuters)

Berlin/WarschauMitten in der Krim-Krise reist Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch nach Polen. In der Hauptstadt Warschau will die CDU-Politikerin mit Ministerpräsident Donald Tusk insbesondere über den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland beraten. Das prorussische Parlament der Krim hatte zuvor die Abspaltung von der Ukraine vorangetrieben.

Nach dem blutigen Machtwechsel in Kiew hatten Ende Februar russisch sprechende Bewaffnete die Kontrolle über die völkerrechtlich zur Ukraine gehörenden Halbinsel übernommen. Moskau betreibt seitdem eine schnelle Eingliederung des über Jahrhunderte russischen Gebiets in die Russische Föderation. Der Westen verlangt bislang vergeblich von der Regierung in Moskau, sich gemeinsam mit der Ukraine auf eine diplomatische Lösung des Konflikts zu einigen.

Polens Ministerpräsident Tusk befürchtet ein zu zaghaftes Vorgehen Deutschlands und der Europäischen Union gegenüber Moskau aus Rücksicht auf Gas-Geschäfte. Er ist besorgt, eine Eskalation im Nachbarstaat Ukraine könnte auch Polen in Schwierigkeiten bringen. Tusk und Merkel kommen zu einem Vier-Augen-Gespräch zusammen und wollen anschließend (15.15 Uhr) über ihre Vereinbarungen berichten.

Die Volksvertretung in Simferopol hatte am Dienstag die Unabhängigkeit der Schwarzmeer-Halbinsel erklärt. Der Schritt sei juristisch notwendig für das Referendum am Sonntag und den geplanten Beitritt der Krim zur Russischen Föderation. Die ukrainische Verfassung verbietet solche Abstimmungen in einzelnen Gebieten des Landes. Der Westen hält den gesamten Abspaltungsprozess für völkerrechtswidrig.

Weitere Sanktionen am Montag?
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14 Kommentare zu "Krise in der Ukraine: Merkel und Obama geben die Krim noch nicht auf"

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  • Wenn die Mehrheit der Einwohner der Krim lieber zu Russland gehören möchte, so hat man das zu akzeptieren. Den Willen der Bevölkerung zu ermitteln muss doch wohl gewaltfrei möglich sein: Referendum mit OSZE-Beobachtern. Darauf sollte man sich zunächst mal einigen. Ein Land hat nachweislich kein Nervensystem. Somit tut die Spaltung eines Landes auch niemandem weh. Das Wohlergehen der Menschen ist wichtiger als das Völkerrecht. Die Spaltung Deutschlands war doch nur deshalb tragisch, weil die Deutschen in dem einen Teil sehr unglücklich darüber waren. Anstatt um die Krim zu kämpfen, sollte man lieber über den Minderheitenschutz auf der Insel verhandeln.

  • Meinug2013
    Merkel -IM Erika- ist ein Verräterin und wird uns in den 3. WK führen
    Und der dumme deutsche obrigkeitshörige Michl merkt es mal wiedr nicht

  • Ich wußte gar nicht, dass die Krim das Eigetum von Obama und Merkel ist.

    Es gibt Bilder auf denen steht Klitschko nebe Männern die den Hitlergruß machen.
    Das will aber offenbar niemand sehen

  • @ gutmenschensucks

    - Sie hätte es erst gar nicht geben dürfen !

    Ihr Platz hinter der Mauer war schon richtig !

  • Zitat Notar:"Dieses Weibstück muss ganz einfach WEG !"

    Genau wie Sie!

  • Ja, das ist westliche Diplomatie. Zuerst (immer) das Feuerchen entfachen. Wenn Gegenwehr, wer auch immer, dann Entrüstung, Bemühung der "Weltgemeinschaft" und des Völkerrechts nach eigener, eigenwilliger Auffassung und dann der Versuch (natürlich unter Drohungen) so etwas ähnliches wie Diplomatie an den Tag zu legen.
    Wie könnte man den Verantwortlichen die Zündhölzer wegnehmen? Wahrscheinlich gar nicht, steckt halt drin in dem Menschentypus.

  • Auch das HB übt sich bereits in Kriegsrhetorik.
    Der kalte Krieg ist wiederauferstanden in den Köpfen.
    In der Presse wird flächendeckend die russische "Bedrohung" als alleiniges Krisenproblem dargestellt. Rußland hat auf der Krim auf Jahrzenhnte rechtsgültige Verträge, die ihnen die stationierung ihrer Schwarzmeerflotte erlauben. Der aktuelle "Präsident" in Kiew hat keinerlei demokratische Legitimation, wird von offen rechtsradikal-faschistischen Partei gestütz, ist gewaltsam an die Macht gekommen, ist eine offene Bedrohng für die Stabilität des Landes.
    Die HB-Überschrift ist lupenreine Propaganda, wie sie für Kriegsgebiete eingesetzt wird, wenn "der Feind" landgewinne macht.

  • @ Antiillusionist

    Ihre Frage ist mehr als berechtigt , da in Deutschland keine Zeitung mehr neutral über die Ukraine berichtet. Da wäre auch die Frage , wie denken alle 28 Staaten in Wirklichkeit über die angebliche Krimkrise. Auch die Frage wie verhält sich Bulgarien das mit Russland eng verbunden ist und sich einer Russsischen Förderation mit Mehrheit anschliessen würde, würden sie gefragt und es ein Referendum gibt. Das Europa der Merkel,Gabriels gibt es nicht. Das Europa der Völker und der Einheit will man nicht!

  • @ Meinung2013

    Zitat : http://www.faz.net/aktuell/politik/cdu-csu-merkel-verteidigt-irak-krieg-189806.html

    Merkel verteidigt Irak-Krieg

    27.03.2003 · Noch klarer als bisher hat CDU-Chefin Angela Merkel ihre Unterstützung für die Vereinigten Staaten und Großbritannien herausgestellt. Der Angriff auf den Irak sei eine unumgängliche Schadensbegrenzung.

    Da sieht man doch, wie opportunistisch, hinterhältig und unterwürfig diese Ossi-Dilettanten handelt !

    Das gleiche hat sie auch mit ihrer "Auf Sicht-fahren"-Politik in der €-Krise vollzogen !

    Dieses Weibstück muss ganz einfach WEG !



    .

  • Merkel und Obama geben die Krim noch nicht auf

    so so - Russland auch nicht

    und die Krim-Bewohner am allerwenigsten ...

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