Krise in der Ukraine Nemtzows letztes Projekt setzt Kreml unter Druck

Laut Moskau sind keine russischen Soldaten in den Kämpfen in der Ostukraine verwickelt. Die Opposition hat nun einen Bericht vorgelegt, der das Gegenteil aussagt. Es war das letzte Projekt von Regierungskritiker Nemtzow.
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Tausende nehmen Abschied von Boris Nemzow
Blumen am Grab
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Boris Nemzow ist an diesem Dienstag auf dem Prominentenfriedhof Trojekurowo in Moskau beigesetzt werden.

Pallbearers carry coffin with the body of Russian leading opposition figure Nemtsov during a memorial service before the funeral in Moscow
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Zuvor war der Leichnam aufgebahrt worden – Tausende nahmen Abschied von dem Oppositionellen.

Letztes Geleit
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Sargträger trugen den ermordeten Boris Nemzow durch die Straßen von Moskau. Tausende Russen haben dem ermordeten Regierungskritiker am Dienstag die letzte Ehre erwiesen.

Sargträger
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Am Morgen war der Sarg in das Sacharow-Zentrum in Moskau gebracht worden. Das Menschenrechtszentrum ist nach dem Dissidenten und Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow benannt.

Im Saal
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In den Räumen wird der Sarg aufgebahrt und geöffnet, so dass sich Familie und Freunde von Boris Nemzow verabschieden können.

Trauernde Mutter
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Gestützt kommt Dina Nemtsova, die Mutter des Ermordeten, zur Trauerfeier.

Am offenen Sarg
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Die 87-Jährige verabschiedet sich von ihrem Sohn, der am Freitagabend in Kremlnähe auf offener Straße erschossen worden war.

MoskauDie Unterstützung des Aufstands im Osten der Ukraine hat Russland nach Angaben Oppositioneller bisher mehr als eine Milliarde Dollar gekostet. Mindestens 220 russische Soldaten seien in den Kämpfen im Nachbarland getötet worden, berichteten Oppositionelle am Dienstag in Moskau. Dies widerspricht Angaben der Regierung, wonach keine aktiven russischen Soldaten in die Kämpfe verwickelt sind. Der Bericht über die Ostukraine war das letzte Projekt, an dem der Regierungskritiker Boris Nemtzow vor seiner Ermordung gearbeitet hatte. Er sammelte dafür Informationen aus öffentlichen Quellen und befragte Familien. Nemtzow wurde im Februar im Zentrum Moskaus erschossen. Parteifreunde und mehrere oppositionelle Journalisten halfen, den 65-seitigen Bericht nach seinem Tod fertigzustellen. Die russische Regierung wollte sich zu den Aussagen nicht äußern.

Bei den Kämpfen im Osten der Ukraine sind mehr als 6100 Menschen getötet worden. Der Westen wirft Russland vor, die Aufständischen mit Soldaten, Waffen, Ausbildung und nachrichtendienstlichen Informationen zu unterstützen.

Dem Oppositionsbericht zufolge wurden allein in der Schlacht um das Dorf Ilowaisk und in der Umgebung im vergangenen Sommer mindestens 150 russischen Soldaten getötet. Ihre Angehörigen hätten drei Millionen Rubel (rund 50.000 Euro) Schmerzensgeld erhalten. Die Zahlung sei an die Bedingung geknüpft gewesen, dass sie nicht öffentlich über den Tod ihrer Familienmitglieder sprächen. Bei den Kämpfen um Debalzewe Anfang des Jahres seien mindestens 70 Russen umgekommen. Deren Angehörigen hätten allerdings kein Geld bekommen.

In den meisten Fällen würden die russischen Soldaten formal zum Austritt aus der Armee gezwungen, ehe sie in die Ostukraine reisten, heißt es in dem Bericht. Russische Kämpfer erhielten dort umgerechnet bis zu 1600 Euro Sold im Monat.

  • rtr
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2 Kommentare zu "Krise in der Ukraine: Nemtzows letztes Projekt setzt Kreml unter Druck"

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  • Nemtzow
    ist das nicht langsam Leichenschändung????

    Der Mann möge in frieden Ruhen.

  • >> Mindestens 220 russische Soldaten seien in den Kämpfen im Nachbarland getötet worden, berichteten Oppositionelle am Dienstag in Moskau. >>

    Na wenn es so ist, dann sind die Russen ja noch ECHTE und RICHTIGE Kämpfer !

    Sie sind alle gefallen ( für 1.600 € im Monat....:-) , KEINEN Einzigen konnten die Ukrainer verhaften und als Beweis für die Kriegsteilnahme der Weltgemeinschaft präsentieren !

    Dieses Fake fällt sogar Vorschulkindern auf !

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