Krise in der Ukraine
Zweiter russischer Konvoi passiert die Grenze

Russland hat einen zweiten Hilfskonvoi in die Ukraine geschickt. Die 200 Lkw, beladen, mit Medikamenten, Lebensmitteln und Stromgeneratoren, sei auf dem Weg nach Lugansk, heißt es von der russischen Zollbehörde.
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MoskauInmitten der Waffenruhe in der Ostukraine hat ein zweiter russischer Hilfskonvoi für das Konfliktgebiet die Grenze überquert und fährt in Richtung der Großstadt Lugansk. Die Zollkontrolle der rund 200 Lastwagen sei abgeschlossen, sagte Rajan Farukschin vom russischen Zoll am Samstag Agenturen zufolge.

Die Lkw haben demnach Medikamente, Lebensmittel und Stromgeneratoren geladen. Ein Teil des Konvois sei bereits wenige Kilometer vor Lugansk, berichteten russische Medien.

Ein erster Konvoi aus Moskau mit mehr als 250 Lastwagen war Mitte August unter Protest Kiews ohne Erlaubnis der ukrainischen Behörden über die Grenze gefahren. Die Ukraine und die Europäische Union verurteilten das eigenmächtige Vorgehen Russlands damals.

Eine Vereinbarung zwischen Kiew und den Separatisten vom vorvergangenen Freitag über eine Waffenruhe sieht vor, die notleidende Bevölkerung in Donezk und Lugansk mit humanitärer Hilfe zu versorgen. Moskau hatte nach dem Zustandekommmen der Vereinbarung angekündigt, einen neuen Hilfskonvoi in die Ostukraine zu schicken.

Die EU war Moskau am Freitag überraschend entgegengekommen: Die Umsetzung des von Russland scharf kritisierten Freihandelsabkommens zwischen Brüssel und Kiew wurde auf Ende nächsten Jahres verschoben, wie EU-Handelskommissar Karel de Gucht nach Gesprächen mit ukrainischen und russischen Ministern mitteilte.

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Russland wirft der EU vor, den Friedensprozess zu „schädigen“

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