Krise in Idomeni
Flüchtlinge besetzen Bahnschienen

Die Grenze zu Mazedonien ist gesperrt – dennoch treffen immer mehr Flüchtlinge im nordgriechischen Idomeni ein. Die Migranten blockieren am Dienstag erneut die Bahnschienen, um eine Grenzöffnung zu erzwingen.

AthenFlüchtlinge und Migranten haben am Dienstag erneut die Bahnschienen am griechisch-mazedonischen Grenzübergang Idomeni besetzt. Sie wollen erreichen, dass Mazedonien die Grenze öffnet und sie weiter Richtung Norden und Deutschland ziehen können.

Zunächst konnte die griechische Polizei die bereits seit zehn Tagen andauernde Blockade am Morgen friedlich auflösen, berichteten griechische Medien. Kaum aber seien die Menschen abgezogen, hätten sich rund 50 neue Demonstranten auf die Schienen gesetzt.

Der Flüchtlings-Krisenstab der griechischen Regierung hat sich wiederholt gegen den Einsatz von Gewalt in Idomeni ausgesprochen. Man setze darauf, dass die Menschen das behelfsmäßige Lager über kurz oder lang freiwillig verlassen. Sie sollen in organisierte Auffanglager im Landesinneren gebracht werden.

Allerdings sieht es bisher nicht danach aus. Einem Bericht des griechischen Nachrichtenportals The Toc zufolge soll die Zahl der Menschen in Idomeni in den vergangenen Tagen sogar um 1000 auf mehr als 13.000 gestiegen sein.

Dieses Phänomen beobachten Helfer auch am Hafen von Piräus, wo zwar am Dienstag keine neuen Flüchtlinge von den Inseln ankamen, aber die Zahl der Menschen dennoch um 200 auf insgesamt mehr als 5600 stieg. „Die Menschen gehen in die Auffanglager und finden dort schlechte Bedingungen vor, oder aber die Lager sind überfüllt. Also kommen sie zurück nach Piräus“, berichtete eine Reporterin des Fernsehsenders Skai.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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