Krise: Jugendarbeitslosigkeit in Euro-Ländern sinkt

Krise
Jugendarbeitslosigkeit in Euro-Ländern sinkt

Die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen gilt als großes Problem Europas. In Spanien hat jeder zweite junge Mensch keinen Job. Die EU steuert gegen. Nun gibt es gute Nachrichten. Erstmals seit Monaten sinken die Zahlen.
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LuxemburgDie Jugendarbeitslosigkeit in den Euro-Ländern ist zum Jahreswechsel erstmals seit Monaten wieder gesunken. Im Dezember 2013 fiel sie von 24 auf 23,8 Prozent - das war der erste Rückgang seit Mai letzten Jahres, wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg meldete. Insgesamt waren 3,5 Millionen junge Leute zwischen 15 und 24 Jahren ohne Job, 23 000 weniger als im November. Die Jugendarbeitslosigkeit gilt als größtes Problem an Europas Arbeitsmarkt. Im vergangenen Sommer hatte der EU-Gipfel daher ein Milliarden-Aktionspaket beschlossen.

Die Arbeitslosenquote in der EU lag im Dezember bei 10,7 Prozent, dies war ein Rückgang um 0,1 Prozentpunkte. Die Jugendarbeitslosigkeit fiel im Dezember in allen 28 EU-Ländern von 23,4 auf 23,2 Prozent.

EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn sprach von einem Wendepunkt: „Es gibt zunehmend Hinweise, dass die Arbeitslosigkeit ihren Höhepunkt erreicht hat.“ Dennoch müssten die Staaten Reformen umsetzen und mehr sparen.

Jugendliche sind überproportional stark von Arbeitslosigkeit betroffen - vor allem in den südeuropäischen Krisenländern. So ist in Griechenland (59,2 Prozent im Oktober 2013) und Spanien (54,3 Prozent) mehr als jeder zweite junge Erwachsene ohne Job. Zum Vergleich: Deutschland weist mit einer Quote von 7,4 Prozent den niedrigsten Wert auf.

Die unverhältnismäßig hohen Zahlen haben zumindest teilweise auch statistische Gründe: Die Statistiker klammern bei ihren Berechnungen junge Männer und Frauen in Studium oder Ausbildung aus. Dies verkleinert die Bezugsgruppe der Unter-25-Jährigen. Damit fällt jeder einzelne Arbeitslose noch stärker ins Gewicht.

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Arbeitsmarktlage bleibt schwierig

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  • @KlausMatern

    Kann man alles glauben, was in den gleichgeschalteten Massenmedien steht?

    Vielleicht sind die gleichgeschalteten Massenmedien Teil des Problems und nicht die Lösung?

    Wer steht hinter den gleichgeschalteten Massenmedien?

  • Gehören Sie zu der wachsenden Zahl von Menschen, die glauben, dass die Krise vorbei sei?

    Fallen Sie nicht auf die Schönwetter-Propaganda der Politik, Medien und Bankster herein.
    Wer sich heute in Sicherheit wiegt, tappt möglicherweise schon bald in eine böse Falle.
    Mit schwersten finanziellen Folgen!

    Denn die Bankster haben derzeit ein großes Interesse daran, dass niemand Lunte riecht und die Wahrheit erfährt. Denn wer eine Ahnung davon bekommt, wie es tatsächlich um das Geldsystem bestellt ist, wird spätestens jetzt damit beginnen, sein Kreditgeld von Giro, Tages- oder Festgeldkonten abzuziehen und in sichere Anlagen umzuschichten die auch schwerste Bankenkrisen bzw. Kreditgeldkrisen überstehen.

    Hier sind ein paar dieser Wahrheiten, die das Zeug hat, das Blut in den Adern gefrieren zu lassen:
    Die European School of Management and Technology (ESMT) hat in einer aktuellen Studie festgestellt, dass allein den französischen und deutschen Banken insgesamt rund 500 Milliarden Euro an Eigenkapital fehlen, um eine neue Welle der Kreditgeldkrise überstehen zu können!

    Und dass die Kreditgeld- bzw. Schuldenkrise schon bald wieder auflodern wird, dürfte jedem klar sein.

    Nehmen Sie allein die Situation in Spanien:
    Bereits im 22. Monat in Folge geht die Industrieproduktion dank Euro zurück.
    Zuletzt 1,9% innerhalb eines Monats! Mit anderen Worten. Die spanische Wirtschaft trocknet aus.
    Die immobilienpreis sind um 70 % eingebrochen immer noch lauern verheerende Kreditverluste bei den Banken, die zum finalen Todesstoß werden könnten.

    Griechenland:
    Es ist kaum zu glauben, aber es kann noch weiter bergab gehen. Die Wirtschaft schrumpft weiter, zuletzt um 4,6%. Arbeitslosenquote bei knapp 30%. Die Tragödie nimmt kein Ende.

    Frankreich:
    Mehr als 11% Arbeitslosenquote doppelt so viel wie in Deutschland.
    Das Bruttoinlandprodukt sinkt.
    Haushaltslage dramatisch.

    Es ist höchste Zeit, sein Vermögen außerhalb des Bankstersystems und dem direkten Zugriff der Staatsmafia zu halten!

  • Glaube eher, dass im Dezember einfach mehr jugendliche Arbeitslose durch das natürliche Älterwerden aus der Jugendstatistik herausgefallen als von den Schulen her nachgerückt sind.
    24% nach 23.8% sind etwa minus 1 Hundertstel.

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