Krise ohne Ende
Japan legt riesiges Konjunkturpaket nach

Nippon findet nicht aus der Misere. Nach Jahrzehnten der Stagnation infolge einer eigenen Immobilienblase kam die Weltwirtschaftskrise - und jetzt bedroht ein Erstarken des Yen den Export. Da hilft nur eins: mehr Staatsgeld.
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HB PEKING. Die japanische Regierung hat am Dienstag einem neuen riesigen Konjunkturprogramm mit einem Volumen von 5,09 Billionen Yen (etwa 45,2 Mrd. Euro) zugestimmt. Der Regierung von Ministerpräsident Naoto Kan bereiten der Anstieg des Yen und die Deflation mit sinkenden Preisen Sorge.

Ziel des Programms ist es unter anderem auch die Binnennachfrage anzukurbeln. Gefördert werden sollen auch staatliche Aufträge. Der Yen hat erst am Montag mit 80,41 Yen für einen Dollar ein neues 15- Jahres-Hoch erreicht. Der starke Yen wirkt sich negativ auf die Exporte aus, indem er sie verteuert.

Das Konjunkturpaket kommt als zweites in einer Reihe von Programmen, mit der Kan die Wirtschaft wieder flott bekommen will. Das Parlament muss dem Ausgabenprogramm noch zustimmen. Der Löwenanteil des Geldes ist für einen Ausbau des Gesundheitssystems und höhere Sozialleistungen vorgesehen. Dazu kommen Ausgaben für eine höhere Bevorratung an strategischen Metallen und bessere Arbeitsvermittlung.

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