International
Krise um italienischen Notenbankchef Fazio spitzt sich zu

Die Krise um den italienische Notenbankchef Antonio Fazio spitzt sich zu. Italienische Medien berichten am Samstag, Ministerpräsident Silvio Berlusconi fordere ein Eingreifen der Europäischen Zentralbank (EZB).

HB ROM. Diese weigere sich aber, in den seit Wochen schwelende Konflikt einzugreifen. Fazio wird vorgeworfen, er habe bei jüngsten Übernahmeschlachten um italienische Banken einheimische Mitbieter gegenüber ausländischen Geldhäusern bevorzugt. „Die italienische Regierung hat (in dieser Angelegenheit) keine Macht, nur die EZB kann eingreifen“, zitiert die Mailänder Zeitung „Corriere della Sera“ (Samstagausgabe) Berlusconi. Dies habe aber EZB-Zentralbankchef, Jean Claude Trichet, bei einem Treffen der EU-Finanzminister in Manchester klar abgelehnt, hieß es weiter. Mit dem Problem müssten Regierung und Parlament in Rom selbst fertig werden, habe Trichet deutlich gemacht.

Fazio ist auf Lebenszeit gewählt. Zwar fordern Regierungsmitglieder und Oppositionspolitiker in Rom seit Wochen seinen Rücktritt, weil er dem Ansehen der Zentralbank schade. Fazio weigert sich aber beharrlich. Am Rande des Finanzministertreffens in Manchester hatte auch der österreichische Ressortchef Karl-Heinz Grasser sich für einen Rücktritt ausgesprochen. Die Behinderung von grenzüberschreitenden Bankenfusionen in Italien sei „alles andere als dem europäischen Geist entsprechend“, kritisierte er.

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