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Krisen-Bewältigung: Engere Zusammenarbeit mit Frankreich geplant

Berlin und Paris wollen künftig in der Euro-Schuldenkrise noch enger kooperieren. In den nächsten Tagen und Wochen solle ein gemeinsamer Arbeitsstab gebildet werden, teilten die Finanzminister beider Länder mit.

Wolfgang Schäuble und Frankreichs Finanzminister Moscovici. Quelle: dapd
Wolfgang Schäuble und Frankreichs Finanzminister Moscovici. Quelle: dapd

BerlinDeutschland und Frankreich wollen bei der Lösung der Euro-Schuldenkrise stärker zusammenarbeiten. Das kündigten Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und sein französischer Amtskollege Pierre Moscovici am Montag in Berlin an.

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In den nächsten Tagen und Wochen solle ein gemeinsamer Arbeitsstab gebildet werden, „der sehr eng zusammenarbeitet, um die anstehenden Entscheidungen bilateral vorzubereiten“, sagte Schäuble. Bis zum EU-Gipfel Mitte Oktober sollen gemeinsame deutsch-französische Positionen vorliegen, sagte Moscovici, der als Wirtschaftsminister auch seinen deutschen Amtskollegen Philipp Rösler (FDP) traf.

„Heißer Herbst“ für die Euro-Retter - Der Fahrplan in der Krise

  • Ende September/Anfang Oktober

    Die „Troika“ der internationalen Kreditgeber Griechenlands will ihren neuesten Bericht über die Fortschritte bei den Reformen veröffentlichen. Die Analyse der Experten von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) ist Grundlage für die Auszahlung der nächsten Kredittranche an Athen.

  • 8. Oktober

    Treffen der Euro-Finanzminister.

  • 18. und 19. Oktober

    EU-Gipfel in Brüssel. Dort könnten die Euro-Retter entscheiden, ob Athen weitere Kredite und möglicherweise mehr Zeit für sein Sparprogramm erhält oder ob der Geldhahn zugedreht wird. Im letzteren Fall droht Griechenland der Staatsbankrott mit anschließendem Euro-Austritt.

Es gehe um Vorschläge für die Bankenunion, die Stärkung der Fiskal- und Währungsunion sowie Griechenland. Es würden gemeinsame Entscheidungen vorbereitet zu dem, was Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande vergangene Woche mit dem griechischen Regierungschef Antonis Samaras besprochen hätten.

Er und Moscovici seien zudem in engem Kontakt zur spanischen Regierung, um „sehr rasch“ die notwendigen Entscheidungen zur Umsetzung des schon vereinbarten Programms zur Rekapitalisierung der spanischen Banken treffen zu können, sagte Schäuble. Auch müssten Wachstumskräfte in Europa gestärkt werden: „Wir haben es generell, überall in der Weltwirtschaft, aber eben auch in Europa mit einer schwächelnden Phase der wirtschaftlichen Entwicklung zu tun.“

Euro in der Krise

Nach den Worten Moscovicis war das Treffen ein „Zeichen, dass wir zusammen vorankommen wollen in Richtung nachhaltiger Lösungen“. Es sei entscheidend, die Arbeit jetzt zu vertiefen. Es gehe um die Integrität, die Nachhaltigkeit und die Stabilität der Eurozone.

  • 27.08.2012, 22:24 UhrDagmarK

    "mit einer schwächelnden Phase der wirtschaftlichen Entwicklung zu tun"

    Das ist etwas sehr dezent ausgedrückt. Fakt ist, das euch Eurokraten sowohl die "Märkte" als auch die Bürger weg laufen. Macht weiter so und der große Knall wird kommen. Noch sitzt der Deutsche auf der Couch, aber wehe, er steht auf.

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