Krisen-Programm
Athen plant Sonderabgabe für reiche Familien

Mit einer Sondersteuer für die 500 reichsten Familien des Landes will die griechische Regierung ihre Einnahmen erhöhen, um weitere Hilfen von der EU bekommen. Auch die Luxussteuer soll angehoben werden.
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BerlinDie griechische Regierung schlägt der Eurogruppe laut einem Zeitungsbericht weitere steuerliche Maßnahmen vor, mit denen sie die Auszahlung der letzten Tranche des zweiten Hilfspakets erreichen will. Unter anderem sei die Einführung einer Sondersteuer für die 500 reichsten Familien Griechenlands geplant, berichtete die "Bild"-Zeitung am Mittwoch unter Berufung auf eine neue Reformliste aus dem griechischen Finanzministerium, die bereits in Brüssel eingereicht worden sei.

Zugleich solle die Zusatzsteuer angehoben werden, die Beschäftigte mit mehr als 30.000 Euro Jahreseinkommen bezahlen müssen. Auch eine Anhebung der Luxussteuer zum Beispiel auf teure Autos und die Einführung einer Steuer auf Luxusreisen auf griechische Urlaubsinseln sei geplant, berichtete die "Bild". Um mehr Steuerehrlichkeit zu erreichen, sollten sämtliche Zahlungen über Beträge von 70 Euro aufwärts nur noch mit EC-Karte möglich und somit nachweisbar sein. Außerdem wolle die griechische Regierung die bisher drei Mehrwertsteuersätze zu einem einheitlichen zusammenführen.

Die neue griechische Regierung verhandelt seit ihrem Amtsantritt Ende Januar mit den Geldgebern der Eurozone über die weitere finanzielle Unterstützung. Voraussetzung einer letzten Tranche von Hilfskrediten in Höhe von 7,2 Milliarden Euro ist aber eine eine umfassende Liste mit Reformen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Krisen-Programm: Athen plant Sonderabgabe für reiche Familien"

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  • Mit dieser fulminanten Idee wollen die Realitätsverweigerer in Athen vermutlich alle Sozis in der EU davon überzeugen, daß das abgewirtschaftete Griechenland unbedingt und um jeden Preis in der Euro - Zone gehalten werden muß. Statt diejenigen abzustrafen, die ihr Vermögen noch in Griechenland gehalten haben, sollten sich Tsirpas & Co lieber um diejenigen kümmern, die ihr Schwarzgeld seit Jahren in Länder wie die Schweiz geschafft haben. Steuerhinterziehung ist in Griechenland - wenn man die Verhältnisse kennt - seit Jahrzehnten üblich, übrigens nicht nur von den sog. Eliten. Es handelt sich um eine lächerliche " Symbolpolitik " , die nicht viel bringt, aber um so mehr von denjenigen bejubelt wird, die alles bestreiten, außer ihrem Lebensunterhalt.

  • Wenn ich mich recht erinnere, hat vor nicht all zu langer Zeit, die Schweiz ein Angebot gemacht, die dreistelligen Milliarden-Beträge von griechischem Vermögen bei Schweizer Banken "bekannt zu machen" um evtl. zu besteuern.
    Griechenlands Regierung bekundete aber kein Interesse. Jedenfalls haben sie in der Schweiz nicht "nachgehakt".
    Sollten man nicht dort, wo's am wenigsten weh tut, mal anfangen...???

  • Endlich möchte man sagen! ABER nicht nur die Griechen!!!

    Es wäre wünschenswert wenn die Deutschen reichsten Familien ebenfalls mit einer Zusatzsteuer zur Kasse gebeten werden würden!

    Oder Schlupflöcher endlich gestopft werden würden, die es großen Konzernen erlaubt kaum Steuer zu bezahlen, aber alles zu nutzen was der dumme Michl aufgebaut hat!!!!Oder vielleicht doch mal die Finanztransaktionssteuer und und und

    Also lernt von den Griechen und bittet mal die Steuerhinterzieher zur Kasse!


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